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 Abenteuer Band 4

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The Gurdian
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BeitragThema: Re: Abenteuer Band 4   Do Sep 05, 2013 7:36 pm

"Wohin willst du gehen? Wohin führt dich dein Pfad?" Rekhalâs drehte sich zu Grenjo um. Er schaute auf ihn herab und wartete auf eine Reaktion. Rekhalâs Gedanken begannen wieder im Kreis zu laufn. Er lehnte sich gegen die Tür. Seine Sense in der Hand und ohne Mantel machte er ein imposantes Bild eines sehr trainierten Mannes der jedes Büschel Lebensgras zerschneiden könnte wenn er nur wollte. "Hast du eine Bestimmung?" Rekhalâs betrachtete Grenjos Schwert. Es hatte eine interessante Form und war sicherlich leicht in der Hand zu führen. Die Vermutung die er hatte war das Grenjo die Erze die er ihm gegeben hatte klig verwendet hatte. Kadrit ist und bleibt nützlich. Rekhalâs wollte nach Syramin eigentlich weiterreisen. Aber er würde seine Wünsche hinten anstellen. Rekhaläs betrachtete seine Sense. Das Blatt war verziert mit einem Skelettdrachen, daneben aurische Runen und Symbole die wie ein Gemälde ineinader griffen. Perfekte Handarbeit. Das schwarze Blatt machte die Sense noch etwas dunkler als das normale eiserne, aber sein Beruf führte ihn zu wertvollen Metallen die er gleichzeitig selbst verwenden konnte. Rekhalâs hockte sich nieder und ließ den Stiel an seine Schulter gleiten. "Schlaf. Ich werde wachen."
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Mantes
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BeitragThema: Re: Abenteuer Band 4   Sa Sep 07, 2013 10:03 pm

Nach dem Alo den fehler gefunden hatte, bemerkte er wieder ein mal "seine lieblings Drachenreiterin". Natürlich ignorierte er sie und tat ab nun besonders beschäftigt. Nach dem sie wieder verschwubden war, steckte er seine Werkzeuge in seine Tasche und suchte den Piloten auf. Dieser lud gerade einen groden Käfig voller kleiner bunter Drachen aus. "Man Junge ich sags dir, so einen Drachen solltest du dir neimals freiwilig anschaffen. Die seind enorm lästig wenn sie aus dem Käfig raus kommen beim Transport." Brummte er und schob den Käfig missmutig vor sich her. "Ich hab die Maschine fertig, wie siehts mit dem Geld aus?" Nach dem der Pilot den Käfig am richtigen Marktstand abgestellt hatte drückte er dem Technisten einen Beutel in die Hand. "Das sollte reichen." Alo blickte skeptisch in den Beutel und plötzlich wächselte sein Gesichtsausdruck zu einem zufriedenen lächeln.
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MeisterSkywalker
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BeitragThema: Re: Abenteuer Band 4   Sa Sep 07, 2013 10:27 pm

Nach dem Essen gingen sie zusammen nach draußen, um das Fleisch schonmal zu räuchern. Die Wirtin hatte zugestimmt, dass Vanir und Lina ihr Fleisch auch räuchern durften, wenn sie ihr dafür halfen den Rest zu auch zu räuchern. Sie waren eine ganze Weile beschäftigt, bis sie einen Wagen auf den Hof fahren hörten. "Das muss der Händler sein", sagte die Wirtin und ging mit Vanir und Lina zum Händler. Während sich die Wirtin mit ihm über den aktuellen Rietrosfleischpreis unterhielt gingen Vanir und Lina nach drinnen um die anderen Teile des Rietroses, außer die Sehnen, zu holen, um den Händler zu fragen, ob er ihnen die Sachen abkaufen könne. Vanir sagte noch kurz auf dem Weg nach draußen: "Danke nochmal, dass ihr extra ein paar Sehnen rausgeschnitten habt." Draußen wartete die Wirtin schon mit dem Händler auf sie.
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Amy
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BeitragThema: Re: Abenteuer Band 4   Sa Sep 07, 2013 10:49 pm

Lina lächelte. "Ja, war aber nicht so einfach. Ich bin das nicht gewohnt, die Sehnen aus einem Tier rauszuschneiden. Als normaler Jäger unterteilt man das Fleisch je nach Körperteil in hochwertiges und weniger wertvolles Fleisch", meinte sie augenzwinkernd. Beim Händler angekommen, war dieser schon nahezu neugierig. Begeistert begutachtete er das Fell, die Zähne und die Klauen der Tiere. "Wunderbar. Vor allem die Zähne, hervorragend. Die kann ich wunderbar weiterverkaufen. Und das Fell, ich werde in Sanna bestimmt einen Gerber finden, der etwas damit anfangen kann. Herrlich", schwärmte er und wog die Waren in den Händen. Dann verhandelten sie über den Preis. Lina war nicht besonders gut im Feilschen, aber die Wirtin mischte sich ein und handelten einen guten Preis aus. Am Ende hielten Vanir und Lina jeweils ein betrachtliches Säckchen mit Silbermünzen in den Händen. Lina musste sich zusammenreißen, damit nicht jeder merkte, wie begeistert sie von dem vielen Geld war. Bisher hatte sie nie viel Geld besessen; in den meisten Fällen hatte sie bisher Tauschgeschäfte abgeschlossen oder ähnliche Abmachungen. Sie wog das Geldsäckchen in ihren Händen und nahm sich vor, es gut zu verstecken, damit es niemand stehlen konnte. Und auch der Händler war sichtlich zufrieden mit dem Geschäft: mit beinahe glänzenden Augen verstaute er die Waren in seinem Planwagen. "Kann ich euch sonst noch etwas anbieten? Ich habe allerlei Waren aus dem Westen dabei: Schmuck, Kleidung, aber auch Nahrungsmittel. Alles was das Herz begehrt", bot er schließlich noch an und sah fragend in die Runde.

Die nächsten Tage verbrachte Samera hauptsächlich in der Bibliothek. Der Priester, der ihr das Lesen beibrachte, war zufrieden mit seiner Schülerin; schon bald konnte sie Sätze lesen und kurze Texte verstehen. Einmal nahm Samera ihre Landkarte mit in den "Unterricht", weil sie den Priester um Hilfe bitten wollte. Er las ihr die Namen der Länder, Kontinente und Hafenstädte vor und Samera versuchte, alles zu verstehen und die Wörter nachzusprechen. Zum Glück habe ich eine gute Orientierung, dann kann ich mir auch einfach merken, was wo ist, dachte sie, als es langsam unübersichtlich wurde und sie wieder anfing, die Buchstaben durcheinander zu bringen und alles mögliche zu verwechseln. Aber sie hatte einen guten Lehrer; der Priester hatte genau das richtige Gespür dafür, wann es für Samera zu viel wurde und sie Feierabend machen mussten.
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Grenjo
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BeitragThema: Re: Abenteuer Band 4   So Sep 15, 2013 9:57 pm

"Ist auch mal intressant...von jemanden bewacht zu werden der im Rausch ohne zu zögern tötet. Naja seis drum, ich vertrau dir mal." , sagte Grenjo, legte sein Schwert wieder seitlich ins Bett und rutschte tiefer unter die Decke. "Aber sei entweder unsichtbar oder verschwunden wenn die kleine Eola am Morgen kommt. Ich denk mal sie wäre zu Tode Erschreckt und sehr verwirrt wenn sie dich auf einmal hier sehen würde." Grenjo dachte sich ein grinsen im Gesicht von Rekhalâs gesehen zu haben. Seine Gedanken schweiften etwas um die Erzählung von ihm. Götter und Prophezeiungen....ich hasse vorbestimmte Wege.. Lange war er nicht mehr wach, der Tag war sehr anstrengend und seine Augenlieder vielen ihm plötzlich zu.

Die Tür schloss sich mit einem leisen knarren, Medoro wurde von einem eindeutigen Geruch begrüßt. Alte Bücher, Pergamente, Tinte, verschiedene Papiersorten. Die Mischung machte einen sehr eigenartigen Geruch in der Luft, aber er hatte sich schon daran gewöhnt. Er lehnte seinen Stab neben die Tür und hängte seinen Mantel an die Halterung knapp daneben hin. Danach ging er zum Kamin und entzündete dort ein Feuer, das knacksen des Holzes in den Flammen beruhigte ihn fast so sehr wie das Meer. Als das Feuer sicher brannte, und auch jegliches Papier und jedes Buch aus der nähe des Kamins entfernt wurde, setzte er sich gemütlich an seinen Schreibtisch. Er hatte vor ein paar Tagen ein neues Buch begonnnen, es ging darum um die Vorteile der Magie im Alltagsleben. Die Informationen für dieses Buch zu beschaffen war sichtlich einfach, da einfache Leute oft redsellig werden wenn ein Magier mit ihnen das Gespräch sucht. Medoro wollte unter anderem mit diesem Buch darauf hinweisen was wirklich mit der Magie alles möglich wäre im alltäglichen Leben, wo man Erleichterungen bekommen würde und wo es auf herkömmliche Weise doch einfacher wäre etwas zu machen, auch wenn es mit Magie besser aussehen würde. Er lehnte sich nach vorn, hob behutsam seine Schreibfeder auf, öffnete vorsichtig das Tintenfass und tunkte dann die Schreibfeder kurz ein. Sein gesammeltes Wissen reichte um ein einfaches Buch zu schreiben, er hielt sich nur hin und wieder zurück beim schreiben um einen Satz anders zu formulieren damit ihn auch einfachere Leute lesen könnten. Dieses Buch sollte für die Allgemeinheit sein und nicht nur für belesene Leute.
Nach einigen Sätzen machte Medoro ein Pause und lehnte sich im Sessel zurück. Er schloss die Augen und dachte darüber nach was für Bücher er früher geschrieben hatte. Es drang ihn an Orten die von Magie erfüllt waren, darüber zu schreiben verschaffte ihm immer ein kribbeln. Doch in letzter Zeit zog es ihn nirgends hin, er war auf keinen Reisen und daher beschloss er einst ein einfaches Buch zu schreiben bevor er gar nichts schreiben würde. Kurz schwelgte er in Errinerungen von vergangenen Reisen, dann ermahnte er sich aber an seiner Arbeit zu bleiben und setzte das eintauchen und niederschreiben mit der Feder fort.
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The Gurdian
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BeitragThema: Re: Abenteuer Band 4   Mo Sep 16, 2013 6:00 am

Rekhalâs hockte immer noch neben der Tür. In der Nacht hatte er keine ungewöhnlichen Geräusche oder Bewegungen wahrgenommen. Nur das leise schnarchen seines Schützlings. Rekhalâs stand auf und bewegte sich leise zum Fenster. Es brannte kein Licht mehr in einem Fenster, nur die Laternen der Stadtwache brannten. Er ließ seinen Blick über die Stadt schweifen, genoss die Stille. Rekhalâs liebte die Nacht. Sie war dunkel und wusste seine Freunde zu verstecken. Rekhalâs war der Ansicht das manche die Dunkelheit der Nacht benutzten, andere aber von der Nacht beschützt oder unterstützt wurden. So als würde man mit der Nacht befreundet sein. Er war auch der Ansicht das es mit den Schatten genauso war. Dieses "Gefühl" hatte er das erste mal in einer Höhle gespürt in der er Zuflucht gesucht hatte, nachdem er viele seiner Nachbarn erschlagen hatte. Er hatte nicht gewusst das es in manchen Höhlen Dämonen gab und hatte sich in den Schatten versteckt. Er hatte das Gefühl gehabt als würden die Schatten ihn zudecken. Wie eine Mutter, die ihr Kind zum schlafen gehen zudeckt. Der Dämon hatte ihn angestarrt aber nicht gesehen. Als hätten die Schatten Rekhalâs völlig verschluckt. Der Dämon war weitergegangen. Seither war er der Ansicht das die Schatten sich Schützlinge oder Verbündete suchten. Manchmal dachte sich Rekhalâs selbst ob er vielleicht dumm sei oder sich all das nur einbildete mit den Schatten, der Nacht, der Prophezeiung und vielen anderen Dingen. Er war noch nicht so alt, erst 19 Jahre vor kurzem geworden. Seine Gedanken waren manchmal unsortiert, noch nicht ganz erwachsen. Darum suchte er meist ältere Leute auf wenn er etwas wissen wollte das Prophezeiungen, religiöse Fragen oder Dinge beinhaltete die er sich selbst nicht erklären konnte. Er schaute auf den schlafenden Grenjo herunter, der seinen Kopf in den Polster gesteckt hatte und schlief wie ein Murmeltier. Warum vertraust du mir so viel...nur weil du nichts auf Prophezeiungen gibst? Oder aus einem anderen Grund? Rekhalâs sah erneut aus dem Fenster. Es wurde heller. Die Sonne war noch nicht zu sehen aber si streckte bereits ihre strahlenden Arme über den Rand der Weltenkugel, um den Tag vorzustellen. Rekhalâs drehte sich um und hockte sich wieder neben die Tür. Er hörte nach wie vor keine Geräusche. Nur das leise schmatzen des erwachenden Grenjo.
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Grenjo
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BeitragThema: Re: Abenteuer Band 4   Di Sep 17, 2013 6:59 am

Grenjo öffnete langsam die Augen und streckte sich. OH ja das war nötig... Dann sah er zur Tür, Rekhalâs hockte immer noch da als ob keine Zeit vergangen wäre. Grenjo setzte sich wieder hoch und rieb sich erstmal die Stirn. "Du hast mich gestern noch gefragt wohin ich gehen will, oder was meine Bestimmung ist." Er sah zu Rekhalâs rüber. "Die Antwort werd ich dir aber schuldig bleiben, mein Weg hat bisher kein Ziel. Zumindest kein weites, ich reiße nur von Stadt zu Stadt. Und Bestimmung...naja das ist wieder so ein Wort das mir nicht so gefällt...aber wenn du es so willst könnt ich nur sagen das ich meine Bestimmung noch nicht gefunden habe." Grenjo stand auf und dehnte sich mal, den Rücken in Richtung Tür und Rekhalâs. "Was willst du den eigentlich machen wenn du jetzt hier in der Stadt bist? Ich muss noch mit Eola zum Schmied gehen, die Erze von dir müssen noch geschmiedet werden."
Er drehte sich wieder um und sah zur Tür.

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The Gurdian
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BeitragThema: Re: Abenteuer Band 4   Di Sep 17, 2013 8:57 am

Rekhalâs drückte sich langsam nach oben und rutschte die Wand nach oben. Kein Ziel und keine Bestimmung... Rekhalâs hob seine Sense etwas hoch und drehte sich schnell und griff zur Türklinke. Die Sense rastete durch das Eigengewicht und den kurzen Fall in der Halterung ein. Vorsichtig und langsam öffnete Rekhalâs die Tür einen Spalt. Er sah 2 Schritt entfernt das Mädchen näherkommen. Abrupt drehte er sich in Richtung der Scharniere und zog die Tür auf. Sein Herz pochte ein bisschen. So früh hatte er das Mädchen nicht erwartet. Er stand hinter der Tür mit dem Rücken gegen die Wand. Sie würde ihn hoffentlich nicht sehen wenn sie eintrat. "Guten Morgen lieber Gast!", hörte er die mädchenhafte Stimme von Eola. Grenjo saß noch auf seinem Bett. Rekhalâs lugte kurz an der Tür vorbei und sah den überraschten Grenjo noch im Bett sitzen. Eola blieb stehen. Sie drehte sich um und sah zur Tür die sperrangelweit auf stand. "Wie...", sie dachte angestrengt nach. Mit der Hand zeigte sie zur offenen Tür und zurück auf Grenjo. "Wie...", sie schüttelte den Kopf. "Wie zum Teufel hast du die Türe aufgekriegt?! Kannst du zaubern oder irgendwas anderes was ich nicht weiß?" Verflucht... Rekhalâs dachte nach was er tun könnte um aus dem Zimmer zu entkommen. Er hörte ein leises rascheln. Er vermutete Eola hatte sich zu Grenjo aufs Bett gesetzt. Rekhalâs schaute erneut vorsichtig hinter der Tür hervor. Sie saß tatsächlich auf dem Bett. "Erklär mir was das alles soll bitte! Ich habe die Aufsicht über die Gäste und wenn einer ein Magier oder Hexer oder sonstiges ist möchte ich das vorher wissen bevor er hier einzieht sonst werf ich ihn raus! Ich darf das!" Mit verschränkten Armen wetterte sie auf Grenjo ein. Rekhalâs drückte die Tür langsam und leise zur Seite. Die Kleine war so in ihrem Überschwall von Emotionen und Unwissenheit das sie nicht mehr aufhören wollte auf Grenjo einzustürmen. Leise schleichend begab sich Rekhalâs aus dem Zimmer und stellte die Tür so, wie er zuvor dahinter gestanden war. "Du sagst ja gar nicht...verheimlichst du mir etwas?" Rekhalâs machte eine Handbewegung in Richtung West-Tor und ballte eine Faust, was den Treffpunkt bedeuten sollte. Er schritt hinaus auf den Gang. Rekhalâs war schon den Gang hinunter zum Fenster, dass er aufschob und auf den Dachvorsprung kletterte als er gerade noch das Wettern von Eola hörte:"Hast du etwa jemand dahinter stehen von dem ich nichts wissen sollte?" Gefolgt von dem lauten Knall einer Tür die zugeworfen wurde. Rekhalâs schloss das Fenster wieder. Die Sonne schien schon etwas heller als erwartet. Jetzt musste er schnell sein. Er lief die Straßen zurück, die er in der Nacht gewählt hatte um zur Herberge zu gelangen und fand sich bald wieder vor der Stadtmauer. Er blickte rasch von rechts nach links ob Wachen sichtbar waren. Mit 3 Stufen pro Schritt eilte er die Treppen hoch und sprang über die Zinnen hinunter auf die Straße nach Westen. "HALT! STEHEN BLEIBEN!" Rekhalâs ignorierte den Ruf des Wachmanns den er im Vorbeilaufen vielleicht geweckt hatte und verschanzte sich im Dickicht des Waldes. Er kam zum Stillstand. Sein Atem war etwas hastig. Er hatte es sehr eilig gehabt möglichst unentdeckt zu verschwinden. Ganz geglückt war es nicht, aber Rekhalâs bezweifelte dass man einen Suchtrupp nach ihm senden würde. Er setzte sich auf den leicht feuchten Boden und sog die Waldluft ein. Sie durchflutete seine Lungen und durchspülte sein Blut mit Sauerstoff. Hier würde er warten.
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Mantes
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BeitragThema: Re: Abenteuer Band 4   Mi Sep 18, 2013 1:50 pm

So verbrachte der Technist dem ganzen Tag damit, immer wieder zu den Aushängen zu spazieren von dort aus zu einem der zahlreichen Dragas um sie zu reparieren und anschliesend den Lohn für seine Arbeit einzustreichen. Er machte das so rutiniert, das man meinen könnte, das er extra für die Wartung an den Flugmaschinen abgestellt worden sei. Irgendwann wurde seine neugirde über die ganzen Drachenzüchter letzt endlich doch groß genug und der beschloss, sich doch einmal umzuschauen. Er arbeitete sich langsam durch die Zahlreichen Aussteller und Verkäufer, wimmelte hier und da einen der geschwätzigen Züchter ab die ihm ein Tier aufquatschen wollten und erkundigte sich über neue Sattel, das war das einzige was in wirklich interessierte, da er schon lange nicht mehr selbst auf einem Drachen gesessen hatte und die Reitutensielien in dieser Zeit doch einige Änderungen erfuhren. Besonders einer der Kunstflugsattel hatte seine ganze aufmerksamkeit bekommen. Er war recht schmuckvoll gestalltet und hatte ein paar Gurte für den Reiter damit dieser sich bei besonders Waghalsigen Manövern daran festhalten oder festschnallen konnte.
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BeitragThema: Re: Abenteuer Band 4   Fr Sep 20, 2013 9:14 am

Grenjo schüttelte innerlich den Kopf. Verdammt ich hatte doch gesagt er soll abhauen bevor sie kommt...und dann reißt er ihr noch vor der Nase die Tür auf... "Es war nur ein kleiner Trick den ich hin und wieder übe, er geht mittlerweile ziemlich gut. Hat aber nichts mit Magie zu tun Eola." versuchter er sie zu beschwichtigen. Irgendeine Ausrede musste her, zwar beherschte Grenjo Seelenmagie, aber ein Zauber um eine Tür zu bewegen. Es müsste wohl eine Abwandlung von "Leichte Woge" sein, doch ihr mit so einem Wissen jetzt zu kommen würde nicht gut enden. "Ein Trick also...ohne Magie?" Eola stand noch bei der Tür die sie vorhin zugeschlagen hatte um nachzusehen ob doch nicht jemand dahinter stand. Gut das Rekhalâs vorher schon zur Tür raus war, es überraschte Grenjo wie leise er sich doch bewegen konnte, trotz seiner größe und der nicht wirklich handlichen Waffe am Rücken. Eola hatte nichts bemerkt als er verschwand und das war gut so. "Ja ohne Magie, komm setzt dich beruhig dich wieder." Nach kurzem Zögern setzte Eola sich wieder zu ihm aufs Bett. "Ich hasse es wenn Leute Geheimnisse vor mir haben, nie kann ich wissen ob ich jemanden trauen kann oder ob er mich im nächsten Moment für irgendwas oder wenn verrät..." Sie senkte den Kopf und schien in Gedanken zu versinken, Grenjo rutschte etwas näher zu ihr und legte einen Arm um sie. "Dann las mich ehrlich sein, ja ich beherrsche Magie. Diese ist aber rein für den Kampf, da kannst du ein paar Soldaten von euere Wache fragen. Die haben es schon gesehen. Und noch ganz wichtig, ich würde nie einen Menschen ohne Grund mit meiner Magie oder meinem Schwert verletzen." Die Geschichte mit Rekhalâs lies er dann doch lieber noch im Geheimen, es wär nicht gut wenn sie da mit hineingezogen werden würde. Wie sehr er sich auch verteidigt, er hat Menschen von dieser Stadt getötet und sie werden das nicht vergessen bis sein Blut über den Boden der Stadt fließt. Er streichte ihr sanft über den Arm. "Komm las uns runter gehen und mal etwas essen, ich sterbe fast vor Hunger."
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The Gurdian
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BeitragThema: Re: Abenteuer Band 4   Mo Sep 23, 2013 11:24 am

Rekhalâs erwachte. Er hatte schon lange nicht mehr geschlafen und war sehr müde gewesen. Er hatte auf dem weichen Untergrund geschlafen. Er hatte nicht einmal seinen Schlafsack ausgebreitet. Er setzte sich auf und streckte seine Arme nach vorne. Seine Schultern knirschten und knackten leicht. Ebenso tat es sein Rücken als er sich nach hinten bog. Er stand auf und durchwanderte die Umgebung der Stadt etwas. Seine ganze Ausrüstung hatte er zurückgelassen wo er geschlafen hatte um einfach einmal frei von allem Gepäck herumzugehen. Er hörte ein paar Vögel zwitschern und über die Stadtmauern hörte er die geschäftigen Leute lauthals ihre Angebote machen. Er blieb immer nahe an der Stadtmauer sodass er sie zumindest sehen konnte. Er suchte sich einen Baum mit dicken Ästen. Er kletterte zu einem passenden Ast der sein Gewicht halten würde und begann - am Ast hängend - Klimmzüge zu machen. Der Körper musste trainiert werden. Rekhalâs war nicht schwach. Keineswegs. Aber wenn er nicht trainierte oder kämpfte würde sich seine Kraft schnell in überschüssige Muskelmasse verwandeln und sich auflösen. Nach guten 50 Klimmzügen die er so langsam wie möglich machte -der Ausdauer und Kraft wegen- ließ er sich auf den Boden fallen. Er landete weich auf dem Nadel und Blätter bedeckten Boden. Er legte sich auf den Rücken und hob die Beine angespannt im rechten Winkel nach oben. Bauchtraining. Nach ebenso knappen 50 langsamen Stück davon erhob er sich und machte sich auf den Weg zu seinem Lager. Als er dort ankam fand er seine Sachen so vor wie er sie zurückgelassen hatte. Er begab sich etwas näher an die Straße heran, blieb aber in den Schatten der Bäume. Viele Kaufleute oder Reisende befanden sich auf der Straße Richtung Westen. Fantes war eine Straße mit viel Reise und Handelsverkehr. Rekhalâs beobachtete die ganzen Leute die er auf der Straße sah. Er hatte lange geschlafen und so durfte es schon wieder fast Abend sein. Rekhalâs hatte keinen fixen Schlafrythmus. Wenn es sein musste blieb er 2 Tage durchgehend wach und ging erst dann schlafen. Er wartete nach wie vor darauf dass Grenjo durch das Tor kam. Er würde sich erst zeigen wenn niemand in Sichtweite wäre. Er würde zwar typischerweise einen stutzigen oder "was sollte das denn"-Blick ernten aber er wollte in der Nähe von Fantes ungerne von vielen Menschen gesehen werden. Rekhalâs blieb hinter einem dicken Baum stehen und wartete, das Stadttor nicht aus den Augen lassend. Langsam rötete sich der Himmel. Der Abend brach an.
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Grenjo
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BeitragThema: Re: Abenteuer Band 4   Mo Sep 23, 2013 2:35 pm

Nach einem ausgiebigem Frühstück bei dem Eola die vorherigen Erreignisse ein wenig vergessen hatte waren sie beide zum Schmied gegangen. Dieser war schon mit den vorbereitungen fertig. Die Esse war angeheizt und das Kadriterz zu passenden Barren gegossen. Eola hatte sich einen etwas gemütlichen Stuhl gesucht und von dort aus Grenjo und den Schmied bei der Arbeit beobachtet. Grenjo freute sich mal wieder selbst Hand anzulegen um sein Schwert zu schmieden, doch eigentlich machte die meiste Arbeit der Schmied selber. Das fand er auch besser, da Grenjo selbst die Kentnisse dazu fehlten. So ging ihm Grenjo einfach überall zur Hand wo er nur konnte. Sie arbeiteten lange, Eola war dazwischen schon zum Markt gegangen um ihnen etwas zu Essen und zu trinken zu holen. Grenjo bewunderte den Schmied der ohne einen direkten Plan einfach aus seinem Kopf heraus aus den verschiedenen Erzbarren mit der Zeit eine schon gut ersichtliche Klinge formte. "....es ist sehr wichtig genau vor seinem geistigen Auge zu sehen was man haben will. Daher find ich es auch gut das du hier bist." , sagte der Schmied. Und seine Anwesenheit war wirklich gut, so konnte er genau bestimmen wie lange das Schwert werden sollte und auch wie die Feinheiten ausgelegt werden sollen. Grenjo freute sich schon die Waffe in den Händen zu halten, selten hatte er sich so auf seine Waffe gefreut, war sie doch meistens nur das Werkzeug mit dem er seine Arbeit verrichtete. Doch diese war etwas besonderes, sie war auf ihn zugeschmiedet, auf seine Bedürfnisse und Wünsche. "Die Klinge ist fertig, den passenden Griff werd ich auch noch machen. Die genaue Länge hast du mir ja schon gesagt. Etwas von dem Kadriterz ist noch übrig, ich würd es zwar gern einfach behalten doch wenn schon deine Waffe mit diesem Erz hergestellt ist, so sollten wir auch deine Rüstung damit verstärken." "Verstärken? Wollt ihr mir platten raufschmieden auf meine Lederrüstung?" Grenjo sah ihn leicht verwirrt an, ihm gefiel eigentlich seine Rüstung und er wollte nicht wirklich etwas daran ändern. "Wie kommst du darauf? Nein, das Erz würde für ganze Platten nicht reichen. Aber ich hätte kleine Metalleinlagen für die Schoner gemacht. Das Leder würde dadurch robuster aber behielte trotzdem seine geschmeidigkeit." Grenjo nickte "Wenn das geht dann wäre ich euch sehr dankbar." "Na klar geht das. Komm las deine Lederschoner und die Brustrüstung da. Musst du eine Zeit lang eben ohne herumlaufen, aber die liebe Eola wird schon auf dich aufpassen nicht wahr?" Sie nickte energisch und half Grenjo beim ablegen seiner Rüstung. "Komm am besten in 1..oder besser 2 Stunden wieder. Dann müsste ich mit allem fertig sein." Grenjo, nur noch in seinen Stoffsachen dastehend, nickte. "Bis dann also, gehen wir Eola?" Sie packte ihm am Arm "Dann las dich mal von mir beschützen du magische Türaufmacher du." , feixte sie und ging mit ihm aus der Schmiede auf die Straße raus.

Medoro wachte plötzlich auf. Was war das... Er hatte einen Traum gehabt, oder war es doch eine Vision...Ihm ging etwas durch den Kopf, also setzte er sich von seinem Bett auf und ging zu seinem Schreibtsich. Er nahm einen normalen Zettel zur Hand und schreibte mit der Feder darauf was er noch wie in seinem Kopf gebrannt war. Die Macht die einem Gott diente....Sala Erst nachdem er die Worte geschrieben hatte konnte er wieder etwas ruhiger werden. Es war schon der nächste Tag angebrochen, aber die Sonne stand noch tief. Es war lange her das Medoro solch einen Traum hatte, die Bedeutung war ihm noch ungewiss, aber es reizte ihn herauszufinden. Der Name *Sala* kam ihm bekannt vor, er suchte sich seine Landkarten der verschiedenen Kontinente. Eine leise Vorahnung lies ihn gleich als erstes die Karte von Astera nehmen, und es bestätigte sich was er sich dachte. Sala war eine Stadt die in den Schattenwäldern lag, womöglich eher mehr eine Ruine so wie er es von Erzählungen und Büchern noch wusste. Aber nie wurde irgendeine göttliche Macht erwähnt die dort hausen sollte. Genau das war es worauf Medoro so lange gewartet hatte, ein Ziel, ein langer Weg. Und wieder eine Geschichte die zu Buch gebracht werden musste. Er war voller Tatendrang und wollte am liebsten sofort aufbrechen. Doch seine Vorsicht ermahnte ihn noch, das hatte er schon einemal gemacht und die Reise wurde zur größten Katastrophe. Also lies er ersteinmal so gut es geht Ruhe einkehren. Er bräuchte einen Plan, Vorräte, Karten und genug Geld um auf den verschiedenen Kontinenten weiterzukommen. Astera lag nicht gleich um die Ecke, die Reise würde sehr lange dauern. Aber er freute sich darauf und fing an unter dem Satz den er aufgeschrieben hatte sich zu notieren was er alles noch vorbereiten musste.


Zuletzt von Grenjo am Di Okt 08, 2013 12:32 pm bearbeitet; insgesamt 1-mal bearbeitet
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BeitragThema: Re: Abenteuer Band 4   Mo Sep 23, 2013 5:57 pm

Die Schatten schlossen Rekhalâs in die Arme. Er versank in der Dunkelheit der Schatten und verband sich mit ihnen zu einer Einheit. Er spürte fast wie die schwarzen Arme ihn umarmten, ihn mit einer finsteren Decke zudeckten. Rekhalâs war zufrieden damit nicht gesehen zu werden. So konnte er sich anschleichen oder einfach nur verstecken. Für seine Größe konnte er sehr leise sein wenn er es wollte und ebenso unsichtbar. Wenn er in den Schatten saß konnte er sich auf andere Dinge konzentrieren. Wieder schweiften seine Gedanken an sein früheres Leben. An die Schönheit seiner Geliebten. Er schob den Gedanken sofort wieder beiseite. Er wollte nicht mehr in der Vergangenheit leben. Er wollte hier und jetzt leben. In der Zeit in der er sich jetzt befand. In dieser Stunde, in dieser Minute. Er sah sich um. Für diese Zeit war es eher untypisch so viele Reisende noch zu beobachten. Sie waren bereits etwas weniger geworden. Die meisten würden in der Stadt bleiben und dort übernachten. Sie waren in der Stadt sicher aufgehoben. Wieder flogen seine Gedanken weiter. An die Höhle in die er einmal gelaufen war um weit weg von seinem Dorf zu sein. In die Höhle in der ein ganzes Nest voller unheimlicher Kreaturen hausen musste. Dämonen. Rekhalâs erinnerte sich genau daran. Er war in einem Schacht gesessen. Einem Minenschacht. In einer dunklen Ecke. Er hörte in seinem Kopf die schweren Schritte des Dämonen näherkommen. Das Gesicht war kantig und eher eckig gewesen. Mit 3 Ohrringen im rechten Ohr und mit einigen Narben. Das linke Ohr war sogar etwas zerrissen gewesen. Der Blick der genau in seine Richtung ging. Dort in die Ecke starrte für eine schir unglaublich lange Zeit. Der Dämon war weitergegangen. Zu diesem Zeitpunkt hatte Rekhalâs eingesehen: Er konnte hier nicht bleiben. Er hätte sich mit dem Dämonen anlegen können. Hatte es aber nicht getan. Er wollte aus der Höhle wieder verschwinden. Er erinnerte sich als er die Gänge auf und ablief. Immer wieder Schritte hörte. Das Lachen das durch die Schächte hallte. Er sah ihn vor sich. Den Ausgang. Aber auch das neben dem Ausgang zwei Dämonen gestanden hatten. Ein etwas kleinerer und ein "durchschnittlicher". Rekhalâs war vor ihnen gestanden und sie hatten ihn mit ihren bösartigen Blicken durchbohrt. Er konnte sich genau erinnern als er hörte: "Wen haben wir denn da? Ein kleines Menschlein." "Wir sollten ihn am besten fangen und zu Rahk-Aresh bringen." "Nein...nein! Wir spielen uns ein bisschen mit ihm und töten ihn dann!", hörte er den kleineren der zwei wahnsinnig lachen. "Lass mich...lass mich ein bisschen mit ihm spielen", klang die Stimme leise hechelnd zurück in seine Gedanken. Und er erinnerte sich an seine Reaktion als der Kleine auf ihn zugerannt war. Er konnte sich nicht erinnern jemals so kraftvoll zugeschlagen zu haben. Er hatte nicht einmal seine Waffe gezogen. Er hatte mit der geballten Faust auf das Gesicht gezielt und mit voller Wucht getroffen. Er konnte sich an das leise knackende Geräusch erinnern. Er war vom Schädel und seiner Hand gekommen. Der Dämon war sehr unaufmerksam gewesen und hatte nicht mit solch einer Reaktion gerechnet. Rekhalâs hatte sich dies zu seinem Vorteil gemacht. Er hatte ihn nicht getötet vermutete er nach wie vor. Nur bewusstlos geschlagen oder ähnliches. Der zweite hatte ihm wesentlich mehr Schwierigkeiten bereitet. Er war achtsamer. Der Kampf spielte sich wie in einer Wiederholung in seinem Gehirn ab. Das klirrende Metall. Das Gefühl dass seine Hand bald abfallen würde. Das konzentrierte emotionslose Gesicht des Dämons. Rekhalâs spürte dass seine Hand nachgegeben hatte und die Sense zu Boden fiel und sein Körper Richtung Boden flog. "Zeig mir dein Gesicht", dröhnte die Stimme des Unwesens. "Du bist schwach und unbedeutend Menschlein. Von welchem Nutzen ist ein Schwächling wie du der nicht einmal einen Dämonen besiegen kann." In Rekhalâs Kopf sah er die Situation genau vor Augen. Wie der Dämon nach seinem Tuch griff dass Rekhalâs' Gesicht verdeckte. Als sich in seinem Kopf der Gedanke des Wortes Schwächling....unbedeutend...nutzlos einbrannten und er zu rasen begann. Er war von Raserei und Wut gepackt worden und war aufgestanden und hatte wie ein wahnsinniger mit bloßen Händen auf den Dämon eingedroschen. Ins Geischt, auf den Bauch, hatte nach den Knien getreten und geschlagen wie ein verrückt gewordener Mörder. Als der Dämon einknickte...in die Knie ging weil er mit solch einem Ansturm aus Wut und Kraft nicht gerechnet hatte, ging Rekhalâs und holte seine Sense. Seine "Geliebte" und ging mit feurigen Augen und qualmendem Rücken auf den Dämon zu. Die Erinnerungen traten blutrot zurück in sein Gedächtnis. Die Sense durchschlug die rechte Schulter und trennte den Schwertarm ab. Dann ließ er in dem selben Zug, eine kreisende Bewegung führend, den linken Arm zum rechten auf den Boden fallen...abgetrennt. Die Schmerzensschreie hörte er nach wie vor. Bestialisch...wütend...grauenvoll. Und an die Worte die Rekhalâs gesprochen hatte..."Stirb vor deinem Schlächter." Mit diesen Worten hatte er den Kopf des Dämons abgetrennt. Er war dagestanden voller Blut...voller Schnitte und Wunden...er war erschöpft. Seine Schritte brachten ihn noch durch den Eingang der Höhle. Dann knickte er ein und ging auf die Knie. Er sah einige dunkle Gestalten auf sich zulaufen. Dann kippte er nach vorne, mit dem Gesicht in den Schnee.
Rekhalâs erwachte aus seinen Erinnerungen. Er hatte die ganzen Erlebnisse verarbeitet und war wieder in einem normalen Zustand der Anwesenheit. Er wusste nicht wie viel Zeit vergangen war. Er sah sich etwas hektisch um. Der Schatten des Baumes bei dem er gestanden hatte war gewandert. Rekhalâs dachte nach und sah den Schatten der vor seinem Erinnerungstraum gewesen war vor seinem geistigen Auge. Rekhalâs rechnete. Eine Stunde war vergangen. Rekhalâs war es länger vorgekommen.
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Grenjo
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BeitragThema: Re: Abenteuer Band 4   Mi Sep 25, 2013 10:20 pm

Zwei Stunden können langsam aber auch mal schnell vergehen... dachte sich Grenjo. Er saß am Bettrand und suchte mit Blicken nach seinen Schuhen. "Nimmst du mir auch einen Krug mit?", säuselte Eola in sein Ohr. Sie saß hinter ihm noch im Bett, die Decke um die Schultern gelegt und sich sanft an ihn gelehnt. "Na klar, ich hol auch ein wenig was zu Essen. Danach sollte ich gleich zum Schmied gehen." Sie küsste Grenjo noch in den Nacken und legte sich danach wieder zurück ins Bett. Er stand auf nachdem er die Schuhe gefunden hatte, zog diese an und ging nach unten in den Gastraum. "Ah..der Bestienjäger. Es waren heute ein paar Leute von der Wache hier, die sprechen in sehr großen Tönen von euch. Scheinbar seit ihr stärker als man auf dem ersten Blick sich denkt.", sagte Eola's Vater als sich Grenjo an die Theke stellte. "Hm...na wenigstens sagen die was gutes über mich. Der Hauptmann hatte nicht mal den Anstand mich gut zu bezahlen.", beschwerte sich Grenjo etwas. "Der wieder, ja mit diesem komischen Kerl der da so Unruhe gestiftet hat ging es bei unserem Hauptmann ziemlich drunter und drüber. Na egal, was kann ich den für dich tun?" "Zwei Krüge Bier auf alle Fälle mal, und habt ihr ein paar Bissen zu Essen die ich mit nach oben nehmen kann?" Der Mann grinste und verschwand in der Küche, nach einiger Zeit kam er mit einem Tablett raus das mit Wurst Käse und Brot belegt war. Dieses stellte er kurz hin, schob alles etwas zur Seite wodurch er noch die 2 Krüge Bier draufstellen konnte. "So das müsste für euch beide reichen." Das Grinsen im Gesicht vom Wirt blieb weiter als Grenjo das Tablett nahm und langsam nach oben ging. Oben angekommen war Eola schon aus dem Bett gestiegen und hatte sich an ihren Tisch gesetzt. Ihr Zimmer war nicht unbedingt größer als die Gästezimmer, aber es war viel mehr eingerichtet. Man merkte einfach das jemand hier lebte. Grenjo stellte das Tablett auf den Tisch und reichte ihr einen der zwei Krüge. "Ich denke mal dein Vater wird hoffen das ich länger bleibe." "Dich hält es nirgends lange nicht wahr?" ,fragte sie mit etwas traurigem Blick. Grenjo schüttelte den Kopf. Es war wirklich so, er war seit dem verschwinden seiner Eltern nur unterwegs. Das Haus wo er aufgewachsen war besuchte er zwar wenn es passte, aber es zieht ihn nichts hin. Auch sonst hält ihn nichts an einen Ort gebunden, auch wenn er mal auf Frauen wie Eola trifft. "Mach dir keine Gedanken, mein Vater lässt mich da machen was ich will." Grenjo lächelte, es war eine schöne Zeit hier in Fantes, aber es wurde Zeit wieder weiterzuziehen. Sie unterhielten sich noch weiter während sie aßen, danach zog sich Eola noch etwas mehr an damit sie wieder los zum Schmied gehen konnten. Die Straßen waren noch gut gefüllt, es kamen noch einige in die Stadt rein. Viele suchten sich nun Schenken wo sie ihre einnahmen wieder verzechen konnten. Wieder bei dem Schmied angekommen war die Esse schon kalt und Grenjo sah keinen dort stehen. Sie klopften an der Tür und nach einiger Zeit machter der Mann wieder auf. "Ah...dachte schon fast du kommst heute nicht mehr. Was hat euch den so lange aufgehalten?" Eola musste wegsehen, Grenjo versuchte das Grinsen zu unterdrücken. "Oh..gut..ja ich verstehe. Äh...kommt doch mal rein, ich bin mit allem fertig." Sie gingen gemeinsam in das Haus, der Schmied ging vor und nahm eine Rüstung von seinem Tisch. Grenjo erkannte das es die seine war, nur war sie mit schwarzen Drähten durchzogen. "Hier, das Erz reichte um deine ganze Rüstung zu verbessern. Probier sie doch mal an." Er nickte, nahm die Ausrüstung und zog sie sich an. Die Form ist gleich geblieben, auch war die Bewegungsfreiheit nicht eingeschränkt. "Nicht gelogen, die Rüstung hat sich nicht geändert." Der Schmied nickte drehte sich um und nahm ein längeres Objekt das unter einem Tuch verborgen war zur Hand. "So und hier ist jetzt mein bisheriges Meisterstück." Er ließ das Tuch runtergleiten und eine Waffe um die 1,20 Meter lang kam darunter zum vorschein. Die Klinge war dunkelst schwarz es waren Schriftzeichen in der gebräuchlichen Sprache von Astera direkt vom Griff aus eingeätzt. "Ich nenne es "Fuinur...Klinge der Nacht". Den Namen hab ich eben auch raufgeschrieben, jeder Dämon den du damit aufhälst soll wissen was ihn getötet hat." Der Schmied überreichte Grenjo die Waffe, er nahm sie in eine Hand und wog sie. "Leichter als ich mir vorgestellt habe, damit kann ich lange ohne Probleme kämpfen." Der Schmied grinste, er war sichtlich stolz auf seine Arbeit. Grenjo holte mit der linken Hand aus seinem Beutel eine kleine Flasche mit dem Dämonenblut das er vor ein paar Tagen im Wald gesammelt hatte und gab sie dem Schmied. "Ihr wisst ja wo ihr den besten Preis dafür kriegt. Hoffentlich reicht das als Bezahlung für dieses Meisterstück." Der Mann steckte das Fläschchen schnell weg und nickte nur. Grenjo führte ein paar Schwünge mit der Waffe aus, er müsste sich wohl erst an sie gewöhnen, doch sie gefiel ihm und es würde nicht lange dauern. Er steckte sie danach in die Scheide die ihm der Schmied noch reichte und hängte sie so an seinen Gürtel. "Also dann, ich danke euch nochmals und hoffe das wir uns bald wiedersehn." "Wenn ihr wieder in der Stadt seid, kommt vorbei und sagt mir was mein Schwert alles in euren Händen geleistet hat. Macht mir keine Schande und lässt es euch von einem einfachen Banditen abenhmen." Mit diesen Worten des Schmieds ging Grenjo mit Eola gemeinsam wieder hinaus auf die Straße und in Richtung des Tores der Stadt. Unterwegs nahm Grenjo aus der Herberge seine übrigen Sachen mit und gab dem Wirt noch das Geld das er gerade so noch hatte. Dieser winkte zwar nach der hälfte der Münzen schon ab, doch Grenjo wusste wieviel es kostete so viel Essen und zu trinken jemandem zu geben. Noch dazu hatte er ihm seine Tochter als Arbeitskraft mehr oder weniger entführt. Dafür wollte er ihm dann doch etwas mehr geben. Trotzdem gab ihm Eola's Vater noch Reiseproviant mit, den Grenjo sicher in seinem Rucksack verstaute. Danach, als Grenjo und Eola am Tor angelangt waren, drückte Er die junge Frau noch lange an sich und küsste sie. "Wann kommst du den wieder vorbei?" "Wenn eure Stadt von irgendwelchen Kreaturen bedroht wird, dann werd ich nicht fern sein." sagte Grenjo lächelnd. Sie drückte ihn noch einmal fest an sich bevor er sich von ihr löste und durch das Tor wieder in die Wildniss ging. Noch einmal blickte er kurz zurück und sah sie noch am Tor stehen und ihm nachsehen. Es war Zeit zu gehen...nach mehr Zeit fällt es allen anderen nur noch schwerer.. So ging er langsam den Weg entlang, es waren fast keine Reisenden mehr unterwegs da die Sonne schon zu tief stand und alle sich einen sicheren Lagerplatz suchten.
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BeitragThema: Re: Abenteuer Band 4   Do Sep 26, 2013 6:56 am

Die Nacht kam immer näher und die Dunkelheit legte sich langsam wie ein schwarzes leinernes Tuch über die Stadt und ihre Umgebung. Rekhalâs' Blick wanderte die Straße auf und ab. Sein Blick blieb beim Stadttor hängen als er jemanden herauskommen sah. Grenjo. Er ging die Straße entlang und schaute nach links und rechts um seine Umgebung nach etwaigen Gefahren zu erkunden oder einfach nur um Rekhalâs zu entdecken. Er würde ihn nicht sehen. Auf der Höhe von Rekhalâs blieb Grenjo kurz stehen. Er drehte sich um und schaute sich in alle Richtungen um. Es waren keine Leute mehr zu sehen warum also sollte sich Rekhalâs weiter verstecken? Grenjo stütze eine Hand in die Hüfte und eine andere ins Genick. Er schien nicht zu sehen wo Rekhalâs war. Gut so. Langsam begab sich Rekhalâs aus seiner Deckung hervor. Er stand nicht mehr in den Schatten. Aber es war schon etwas dunkler geworden und so deckte nun die Nacht die große Gestalt von Rekhalâs ins Schwarz. Langsam ging Rekhalâs auf Grenjo zu, der sich am Kopf kratzend nach wie vor in jede mögliche Richtung drehte. Rekhalâs trat auf die Straße und blieb stehen. Er stand genau hinter Grenjo, der sich in diesem Moment umdrehte und leicht zusammenzuckte. Rekhalâs musterte den Mann vor ihm. Kadriterz war in seine Rüstung eingeflochten. Der Schmied durfte sehr begabt sein. Rekhalâs legte den Kopf schräg als er die neue Waffe an der Hüfte von hängen sah. Irgendetwas war in den Griff eingeschrieben worden. Er konnte es in dem Blickwinkel den er darauf hatte jedoch nicht genau lesen. Er drehte sich in Richtung Westen und ging los ohne ein Wort zu sagen. Seine Schweigsamkeit hatte wieder die überhand gewonnen. Es gab manche Tage oder Zeiten an denen er wenigstens etwas redete. Wie es in Fantes der Fall gewesen war. Doch meist, redete er gar nichts. Er blieb noch einmal kurz stehen. Er hatte keine Schritte gehört die ihm folgten also drehte er sich zu Grenjo um. Der stand da und beobachtete Rekhalâs skeptisch. Ja...gut...er hatte sich angeschlichen, hätte ihn wenn er gewollt hätte von hinten erdolchen können oder schlimmeres und sagte kein Wort. Rekhalâs war sich bewusst das er komisch ankam. "Komm", sagte er deshalb. Dass sich Grenjo zumindest was das Reden anbelangte nicht mehr so unwohl fühlte, sofern er es denn überhaupt tat. Er hatte ihn kennengelernt als einen etwas...skeptischen Menschen. Er gab nichts auf Prophezeiungen. Er war grundsätzlich eher mehr der gleichgültige Typ Mensch, so war Rekhalâs' Vermutung. Aber ein starker Krieger mit magischen Fähigkeiten. So viel wusste Rekhalâs bereits. Grenjo hatte zu ihm aufgeschlossen und sie gingen gemeinsam Richtung Westen. Irgendetwas zog Rekhalâs nach Syramin. Er wusste noch nicht genau was. Aber irgendetwas...wollte ihn holen...ein Chaos...ein Chaos das er auflösen sollte oder zumindest aufklären. Sie gingen eine Weile nebeneinander her. Keiner sprach ein Wort. Rakhalâs suchte mit seiner Blutspur die Umgebung nach ungebetenen Gäasten ab. Er sah nur die leicht grünliche Spur die zu Grenjo führte und pulsierte. Mittlerweile konnte Rekhalâs Menschen von Dämonen unterscheiden. Mehr aber auch nicht. Er hatte schon einmal von Elfen gehört doch wie deren Blutspur aussah wusste er nicht. Er war noch nie einem Elfen oder einer Elfe begegnet. Rekhalâs sah ein leichtes lächeln auf dem Gesicht Grenjos. Er schaute es eine Zeit lang an und blickte dann wieder nach vorne. Die Nacht legte sich nun völlig über die Welt von Astera und deckte alles in Dunkelheit. Das schweigen störte Rekhalâs nicht. Er war es gewohnt nichts zu reden. Sein Begleiter schien damit auch nicht sonderlich Probleme zu haben. Hin und wieder hab er ein paar Gedankenfetzen von sich, die Rekhalâs zwar aufnahm, aber nichts darauf erwiderte. Rekhalâs sah einen zweiten Faden in einiger Entfernung pulsieren. Er blieb stehen und hielt Grenjo zurück weiter zu gehen. Rekhalâs wartete. Das pulsieren der Blutspur wurde langsamer und löste sich in etwa 18 Metern in nichts auf. Sie war weit genug weg. Vorsicht war Rekhalâs erste Lektion im Alleingang gewesen. Er hatte es schmerzhaft erlernen müssen. Er mochte vielleicht etwas übervorsichtig sein, in manchen Situationen zumindest, aber es hatte noch nie geschadet. Rekhalâs hatte die Spur nicht zuordnen können. Es war weder Mensch noch Dämon gewesen. Also war es entweder ein Elf oder ein nachtaktives Tier. Rekhalâs ließ seine Hand sinken und sie setzten ihren Marsch fort. Für was hältst du mich Grenjo..? überlegte Rekhalâs bei sich. Nach Syramin war es noch weit. Viel Zeit die sie zusammen verbringen mussten.
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Grenjo
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BeitragThema: Re: Abenteuer Band 4   Di Okt 01, 2013 9:04 am

Das wandern mit Rekhalâs war sehr komisch für Grenjo. Es ähnelte eher mehr einer Wanderung allein als zu zweit, da Rekhalâs wieder so ruhig war wie am Anfang. Die Zeit bei ihm im Zimmer muss wohl was besonderes gewesen sein, da war er richtig in Plauderstimmung gewesen. Aber Grenjo wollte sich nicht zu viele Gedanken darüber machen, er würde schon mit ihm reden wenn er wollte. Wichtiger war ihm jetzt der Weg den sie eingeschlagen hatten, es ging wohl nach Syra oder Samühl wobei jeder dieser Wege sie zuerst durch Syramin bringen würde. Was will er nur dort... Grenjo hatte es versäumt in der Stadt neue Informationen einzuholen wo Kreaturen ein Dorf, eine Stadt oder eine Straße bedrohten. Somit musste er also mal dem Mann vor ihm folgen und warten bis sie in ein Gasthaus oder was ähnliches treffen würden. Dort könnte er dann wieder nachfragen wo sonst gerade er gebraucht wird.
Während des Weges hielt ihn Rekhalâs immer wieder mal kurz auf, er musste irgendwie sehn ob sich etwas vor ihnen tut oder nicht. Er selber konnte nichts spüren, das hielt ihn aber beim wandern alleine nie davon ab den direkten Weg zu wählen. Normalerweise merkte er es wenn hinter ihn sich jemand anschleichte, außer auch wieder bei Rekhalâs. Grenjo wunderte sich immer noch wie er es geschafft hatte so plötzlich hinter ihm aufzutauchen, scheinbar liebt er wirklich die Nacht und die Nacht ihn.
Er sah sich kurz um, die Nacht war schon weit vorangschritten, es wäre wohl besser wenn sie hier in der nähe ein Dorf oder eine Gaststätte finden würden. Ansonsten müssten sie eben auf freier Fläche übernachten, aber jetzt noch sehr viel weiter zu wandern wäre sinnlos. "Hey Rekhalâs, wir sollten uns einen Platz zum übernachten suchen. Es wird langsam schon zu dunkel um sicher weitergehen zu können." , sagte Grenjo zu dem Mann vor ihm.


"Deine letzte Reise ist Jahre her Medoro. Ich dachte du wärst mittlerweile damit zufrieden hier in der Stadt zu bleiben und deine Bücher zu schreiben." ,sagte der Bibliotheksverwalter von Ky Mora. Ein Mann mit schon genug Falten für 2 Personen im Gesicht, die Jahre hatten schon starke spuren an ihm hinterlassen. "Über was soll ich den schreiben wenn ich nichts entdeckt habe, so einfache Dinge wie der Gebrauch von Magie im Alltag? Es sind die großen Sachen die entdeckt werden wollen und aufgeschrieben werden müssen.", beharrte Medoro. Der alte Mann, Kasan war sein Name, runzelte die Stirn...was fast noch mehr falten in sein Gesicht brachte. "Du wirst dich nicht aufhalten lassen habe ich die Vermutung." , Kasan schüttelte den Kopf mit dem ergrautem Haar. "Na dann kann ich dir auch noch gleich dabei helfen. Du bekommst die Mittel von der Bibliothek um dir ein zwei Überfahrten zu kaufen. Es ist weniger als du brauchst aber du weißt selber wie wenig Geld wir haben."  "Ich danke euch, diese 2 Überfahrten sind mehr als ich von euch erhofft habe. Ich werde damit weit genug kommen." , sagte Medoro dankend. "Nun sag nicht du hättest mich für geizig gehalten und gedacht du bekommst gar nichts." , tadelte Kasan. Medoro verneinte beharlich. Aber seine Gedanken waren schon wieder auf die Reise gerichtet. Also ging er Kasan nach bis zu desen Tisch, wo er eine Schatulle aufsperrte in der wohl ein Teil des Geldes von der Bibliothek war. Er füllte mit bedacht einen Beutel mit den Münzen daraus, wog ihn kurz in der Hand und überreichte ihn dann Medoro. "Das ist alles, für den Rest musst du selber aufkommen." , sagte Kasan in einem bestimmenden Ton.
Medoro nickte, steckte den Beutel in den Rucksack und machte sich auf den Weg aus der Bibliothek. Er hatte sich schon einen Plan gemacht wie er reißen wollte, es würden viele Fußmärsche vor ihm liegen, er könnte sogar etwas Geld sparen wenn er noch mehr laufen würde. Aber das müsste er nach der ersten Überfahrt entscheiden. Er ging aus der Bibliothek raus, diese lag mitten in Ky Mora, also würde es noch etwas dauern bis er am Hafen angelangt. Unterwegs sollte er noch etwas günstig Proviant einkaufen, zwar hatte er alles Haltbare aus seinem Haus mitgenommen das ging, doch der Markt hatte öfters Angebote die preislich gut waren. Dank des Hafens kamen ja viele Waren in die Stadt. Sein Weg führte ihn an vielen Häusern vorbei und an einigen Ständen, er hörte auf ihre Angebote diese sie hinauschbrüllten mehr oder weniger. Wo es passte kaufte er etwas ein, währendessen machte er sich Gedanken wie er wohl den Preis des Hafenmeisters etwas drücken könnte. Überfahrten waren nicht das günstigste.
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The Gurdian
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BeitragThema: Re: Abenteuer Band 4   Di Okt 01, 2013 11:45 am

Ein Lager... Rekhalâs hörte die Worte Grenjos eher mehr im Hinterkopf als das er sie wirklich wahrnahm. Er schaute nach links und rechts um sich ein Bild von der Landschaft zu machen. Wo könnte man ein gutes Lager aufschlagen? Es war schon tiefe Nacht und Rekhalâs war das durchwandern der Nacht und der Dunkelheit gewohnt. Aber sein Begleiter war vermutlich das Lager aufschlagen mehr gewohnt als alles andere. Rekhalâs blieb stehen und schaute sich um. Er konnte trotz der Dunkelheit die Umgebung relativ gut sehen und die Konturen der Bäume und Büsche erkennen. Rekhalâs ging etwas näher an den rechten Rand der Straße und schaute zwischen die Bäume. Er schaute zu Grenjo und gab ihm ein Handzeichen. Er bedeutete zu folgen und leise zu sein. Wenn möglich gar kein Geräusch zu machen. Schleichend trat Rekhalâs von der Straße auf die feuchte Wiese. Die Feuchtigkeit der Nacht legte sich auf das Grün der Natur und bedeckte es mit dem kühlen Nass. Grenjo folgte dicht hinter ihm. Rekhalâs machte kein Geräusch. Er folgte dem blauen Strich der mit jedem Schritt dicker wurde, den er in Richtung der Quelle machte. Vor einem Busch ging er in Deckung. Der Punkt schien sich nicht viel zu bewegen. Rekhalâs vermutete etwas größeres. Irgenein Untier oder sonstiges. Langsam erhob er sich und wagte einen Blick über den Busch. Dort sah er etwas stehen, was zirka die Größe von ihm haben durfte. Vielleicht sogar größer, aber nicht viel. Auf dem Boden lag ein dicker Holzprügel. Die gebückte Haltung der Gestalt ließ eine Vermutung in Rekhalâs aufsteigen. Was er dort stehen sah war vermutlich...Die Bewegungen der Gestalt endeten ruckartig. Es erhob sich schnell und schnüffelte in der Nachtluft. Rekhalâs machte einen schnellen Schritt zurück und sprang Richtung Grenjo. Er riss ihn mit sich nach hinten als er das krachende Geräusch des Holzprügels hörte der in den Busch einschlug, der noch weit über den Strauch hinausreichte. Rekhalâs rollte sich sofort von Grenjo herunter und zog seine Sense zum Block, als die hölzerne Waffe erneut auf sie herunterraste. Im Mondlicht konnte man deutlich das Gesichte der Bestie erkennen. Sie hatte einen runden Kopf und kleine Augen. Zwei Hauer schauten über die Oberlippe und somit war der Fall klar dass sie sich einem Kahrafas gegenüberstanden. Sie gehörten zur Rasse der Oger. Waren etwas kleiner aber dafür wesentlich schneller und auch etwas geschickter. Die Kreatur brüllte Rekhalâs ins Gesicht. Er sah die Mordlust in ihren Augen und das schnauben in der kühlen Nachtluft. Rekhalâs drückte mit aller Kraft gegen den Holzstab. Er war etwas so lang wie der Kahrafas hoch. Es würde ein schönes Stück Arbeit werden ihn klein zu kriegen bevor sie sich zum schlafen legen konnten. Mit einem kehligen Grollen drückte Rekhalâs den Angreifer zurück. Mit einem kurzen Blick bemerkte er dass Grenjo nicht mehr hinter ihm war. Dieser Blick hatte der Kreatur gereicht um einen neuen Angriff zu tätigen, den Rekhalâs wieder knapp blockte. Diese Viecher waren irre schnell und reflexartig agil. Sobald sie eine Lücke in seiner Verteidigung entdecken würde, war die Bestrafung dafür nicht fern. Rekhalâs riss die Sense nach rechts weg, zog somit den Holzstab auch nach rechts. Das Untier war clever und nutzte dies für eine Drehung und zielte auf das ungedeckte Knie von Rekhalâs. Doch so dumm war Rekhalâs nun auch wieder nicht auch eine Drehung zu führen. Er ließ das Sensenblatt tief über den Boden gleiten und zog sie als er den Stab der Bestie vor seinem Knie sah nach oben. Es knackte hölzern als die Spitze des Blattes den Stab durchschlug und darin stecken blieb. Nun würde es ein Kräftemessen werden. Doch dieses würde die größere Masse gewinnen. Rekhalâs also schon mal nicht. Langsam rutschte er nach hinten als die Bestie mit wilden Lauten nach vorne drückte. Angestrengt hielt Rekhalâs dagegen. Wo zum Teufel... Plötzlich sah er etwas aus der Brust des Monsters stehen. Eine schwarze Klinge. Rekhalâs zögerte nicht lange und nutzte das Stutzen der Kreatur zu seinem Vorteil. Er stieg elegant am Stiel der Sense vorbei und zog an ihr. Die Schneide glitt durch das Holz und wurde freigelegt. Aus seiner Kehle erklang erneut ein Grollen als er sich nach links drehte und die Sense so weit in seiner Hand nach vorne gleiten ließ wie er nur konnte. Kurz sah er das panische Gesicht das sich abzeichnete, auf den Zügen des Kahrafas. Das Sensenblatt, mit der Spitze auf den Hals der Bestie gerichtet, fuhr in diesen ein und durchtrennte alles was sich dort befand. Die Schneid durchtrennte den Hals und glitt auf der anderen Seite wieder heraus ohne das Genick zu durchtrennen. Erneut nutzte Rekhalâs den Schwund und federte in die Luft und riss die Sense hinter seinen Rücken. Eine rote Spur aus Blut verteilte sich in der Luft als er so rasend mit der Sense hochsprang und sich gedreht hatte. Er zog seine Arme nach unten und die Sense brauste auf die Kreatur herab. Er hatte genau gezielt und das Sensenblatt schlug schräg in die Schulter der Kreatur. Die Schneide durchtrennte knackend die Wirbelsäule. Rekhalâs landete auf dem Boden und riss die Sense wieder heraus. Das Schwert das im Rücken steckte wurde auch herausgezogen. Die Bestie kippte vornüber. Als sie auf dem Boden aufschlug erkannte Rekhalâs Grenjo dessen Schwert ebenfalls voll Blut war. Rekhalâs' Blick wanderte zum Hals der Kreatur. Langsam rutschte der Kopf vom Hals und zog die Wirbelsäule heraus. Ein leises schmatzen ertönte, als da wo die Wirbel getrennt worden waren, das Ende aus dem Loch im Hals rutschte. Rekhalâs schaute wieder zu Grenjo während er seine Waffe schulterte. Das Blut tropfte leise auf das nasse Gras. Rekhalâs erkannte mit seiner Blutspur keine weiteren Gefahren mehr. Hier konnten sie jetzt lagern.
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BeitragThema: Re: Abenteuer Band 4   Di Okt 01, 2013 6:57 pm

"Naja...ich wollte eigentlich einen Schlafplatz suchen..also einen ruhigen. Aber so kann man es auch machen." Grenjo wischte das Blut von dem Schwert so gut es ging im Grass ab, den letzten Rest wischte er mit einem Teil seines Mantels ab. Danach sah er sich um, der Ort war jetzt ruhiger und friedlich, bis auf die Leiche des Oger's die neben ihnen lag. Er hoffte das der Geruch des Blutes keine wilden Tiere anlocken würde, wenn es so wäre hätte ihr kleiner Kampf genau das Gegenteil davon bewirkt was sie eigentlich wollten. Aber gut mit Rekhalâs streiten würde ziemlich einseitig sein, also lies es Grenjo lieber dabei. Sein Schwert Fuinur steckte er wieder in die Scheide und nahm seinen Rucksack vom runter. "Wir sollten trotzdem etwas entfernt von hier unser Lager aufschlagen, falls wilde Tiere herkommen. Sie werden sicher mehr auf den Oger achten als auf uns, aber sicher ist sicher." Grenjo achtete nicht auf die Reaktion seines Begleiters sondern ging einfach in eine Richtung los die ihm gut ansieh, er wollte nur ein paar Meter weg von der Leiche. An einen größeren Baum blieb er stehen und ließ seinen Rucksack fallen. ja...sieht gut aus hier.... Er drehte sich um, Rekhalâs war knapp hinter ihm. Es verwunderte Grenjo mittlerweile nicht mehr das er ihn nicht hörte. "Also ich werde hier bleiben, wenn du wache halten willst kannst ja du die erste machen." sagte er zu dem Mann. Danach packte er seinen Schlafsack aus und machte sich daran einen einigermaßen passablen Schlafplatz zu machen.
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BeitragThema: Re: Abenteuer Band 4   Mi Okt 02, 2013 8:30 am

Rekhalâs würde Grenjo nicht helfen den Schlafplatz aufzubauen. Er würde vermutlich nicht schlafen. Er war vor einigen Stunden erst aufgestanden um die Nacht durchzuwandern aber nun würde er eben Wache schieben. Er ging zu den zwei Teilen die vom Kahrafas übrig waren und machte sich daran sie weiter weg zu schleifen.  Dem Korpus griff er unter die Achseln und zog ihn weiter weg Richtung Osten. Dann würde er ihnen nicht erneut vor die Füße geraten und eventuelle kleiner Kreaturen mit sich bringen. Er zerrte ihn so weit vom Lager weg wie möglich und ließ ihn dann liegen. Er ging zum Lager zurück und sah Grenjo mit seiner Arbeit fast beendet. Es war ein halbwegs gemütliches Nachtlager das die Feuchtigkeit abhalten, die Wärme aber darin behalten würde. Rekhalâs schaute zu dem Kopf den er noch nicht beseitigt hatte. Er ging hin und griff den abgetrennten Schädel, aus dessen Hals noch die Wirbelsäule hing. Er betrachtete ihn. Der Kopf hatte keine Schäden bis auf das, dass er abgetrennt war. Sonst sah er noch relativ gut aus. Er drehte sich um und ging Richtung Grenjo der sich die Hände abputzte und sie in die Hüften stützte. "Hier", sagte Rekhalâs ruhig. Rekhalâs hielt ihm den Kopf entgegen. Er würde in Syramin vielleicht viel Geld einbringen. Und wenn nicht viel dann zumindest ein bisschen etwas, dass sie zumindest Proviant oder sonstige Güter kaufen konnten. Rekhalâs ließ den Kopf fallen und drehte sich wieder um, sich einen Fleck suchend an dem er Wache halten würde. Er setzte sich in das kalte Gras. Seinen Mantel zog er aus und legte ihn nach hinten aus, sodass er eine Unterlage hatte und nicht ganz nass am Sitzfleisch wurde. Hinter hörte er ein leises rascheln. Er schaute nach hinten und sah Grenjo sich auf das Nachtlager legen. Rekhalâs würde erneut Wache schieben. Er hatte jedoch zwei Nächte wenig geschlafen. Eine Nacht sogar überhaupt nichts. Es würde hart werden durchgehend wach zu bleiben. Aber es würde irgendwie gehen. Es musste. Rekhalâs legte seine Waffe nicht ab. Er hatte si geschultert so wie meistens wenn er Wache schob. Außer es wurde in einer Herberge übernachtet. Rekhalâs konzentrierte sich. Er spürte wie sich die Konzentration auf seine Reichweite auswirkte. Sie musste sich um gute 1-2 Meter erhöht haben. Nun konnte er im Radius von guten 20 Metern konnte er alles spüren was sich bewegte und regte, sofern es denn Blut in sich hatte. Zusätzlich ließ er seinen Blick schweifen und starrte durch die Dunkelheit der Nacht um Bewegungen zu erkennen oder eventuelle Gefahren sofort im Blick zu haben.
Die Zeit schien nicht vergehen zu wollen. Rekhalâs kämpfte mit der Müdigkeit. Die letzten Tage waren nicht spurlos an seinem Körper vorübergegangen. Und gegen Müdigkeite war man machtlos. Sie kam erst langsam. Und je mehr man sie hinauszögerte bzw. nicht schlafen ging, desto stärker wurde der Drang danach. Rekhalâs stand auf. Er musste sich bewegen. Er steckte die Sense weg und begann in einer 8 um zwei Bäume zu laufen. Er musste wach bleiben. Doch irgendwie ließ sie sich nicht ablegen. Er stellte sich vor einen Baum und schlug so fest er konnte mit den Fäusten dagegen. Der Schmerz fuhr seine Arme hoch. Seine Knöchel bluteten. Nicht....schlafen... Sein Rythmus wurde schneller. Er riss die Hände nach unten und ballte sie erneut zu Fäusten als er in die Knie ging. Der Schmerz war stark. Er öffnete die Hände langsam und sah das Ausmaß seines Wahnsinns. Die Knöchel wund geschlagen, Blut trat aus. Das Adrenalin in seinem Körper hielt ihn eine Weile wach. Doch dann, kam was zu erwarten war. Rekhalâs wurde von einem Vorschlaghammer der Müdigkeit getroffen. Er versuchte mit aller Gewalt die Augen offen zu halten. Er drehte sich um und ging langsam auf das Nachtlager von Grenjo zu. Er sah dort seinen schlafenden Begeleiter und ging in die Hocke. Er griff an seine Schulter und rüttelte ihn wach. Er konnte noch die Augen Grenjos erkennen die er öffnete, als die Müdigkeit ihn übermannte und ihn niederknüppelte, mit dem scheinbar größten Gute-Nacht-Hammer den er je bekommen hatte.
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BeitragThema: Re: Abenteuer Band 4   Di Okt 08, 2013 12:12 pm

Grenjo machte gerade die Augen auf als Rekhalâs neben ihm vorn über kippte. Er sprang so gut es ging von seinem Schlafplatz auf und sah sich um. Dass sein Begleiter so plätzlich umkippte konnte nichts gutes bedeuten. Sein Blick wanderte im Wald umher, aber er konnte nichts gefährliches erkennen. Kein Tier, keine Person rührte sich, nur ein leises rascheln des Windes der die Blätter berührte. Grenjo vertraute auf seine Sinne, bisher war es nur gut ausgebildeten oder begaten Leuten und Rekhalâs gelungen sich an ihn anzuschleichen. Nach einiger Zeit, in der er alle Sinne auf seine Umgebung gerichtet hatte, sah er zu seinem Begleiter runter. Dieser schien ruhig zu schlafen. Grenjo sah genauer hin, die Hände von Rekhalâs waren an den Knöcheln blutig geschlagen. Er konnte sich darauf keinen Reim machen, aber wenn etwas bedrohliches hier gewesen wäre hätte sein Begleiter wohl eher zu seiner Sense gegriffen anstatt mit den Fäusten zu zuschlagen. Also nahm Grenjo die Hand vom Schwertgriff und untersuchte die die Umgebung vorischtig. Er war nicht ganz ausgeschlafen, aber die Zeit in Fantes war erholend genug gewesen. War er wirklich schon so sehr müde... Es war die einzige Erklärung die ihm einfiel jetzt, Rekhalâs musste sich sehr lange wach gehalten haben, daher das plötzliche umkippen. Womöglich kamen die wunden Knöchel von einem Training das er noch machte um sich wacht zu halten. Grenjo streckte sich kurz un marschierte gemütlich um ihr Lager umher, er versuchte dabei so leise wie möglich zu sein, falls doch etwas in der Nähe ist wollte er es nicht herlocken. Sie waren lange durch die Nachte gewandert, es dürfte nicht mehr lange dauern bis der Tag anbrechen würde. Er würde Rekhalâs genug Zeit zum schlafen geben, es nützt nichts wenn er jedes mal zusammenbricht in der Nacht. Nach dem Rundgang setzte sich Grenjo an einen Baum, zog sein Schwert und prüfte die schärfe. Wie der Schmied gesagt hatte, es war vom vorigen Kampf kein einziger Kratzer darauf. Trotzdem pflegte er es so wie die anderen vorher, das fand er wichtig, auserdem hielt es ihn wach und vertrieb die Zeit.
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The Gurdian
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BeitragThema: Re: Abenteuer Band 4   Di Okt 08, 2013 12:45 pm

Rekhalâs riss die Augen auf. Verflucht... Er wollte sich hochstemmen und aufstehen als ihn ein stechender Schmerz durchfuhr. Seine Knöchel schmerzten nach wie vor sehr stark. Er rollte sich auf den Rücken und ächzte leise. Er setzte sich auf und blieb im Schneidersitz sitzen. Sein Blick begann instinktiv um das Lager zu kreisen, der bei Grenjo stehen blieb. Er schaute ihn eine Weile an so wie er da am Baum lehnte, ein Knie angewinkelt, das Handgelenk locker auf dem Knie und sein Schwert quer über die Hüften gelegt. Rekhalâs stand auf und streckte sich ein bisschen. Er schaute sich um. Es musste einige Zeit vergangen sein, seit er neben dem Lager umgekippt war. Es durfte um die Mittagszeit sein. Ein bisschen vor der Mittagssonne. Er vermutete das sie ungefähr seit ihrer Abreise ein drittel des Wegs zurückgelegt hatten. Heute noch Syramin zu erreichen war nicht möglich. "Hunger?", fragte er Richtung Grenjos der immer noch gemütlich an seinem Baum lehnte. Sein Begleiter stand auf und ging auf ihn zu.
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BeitragThema: Re: Abenteuer Band 4   Di Okt 08, 2013 2:04 pm

Vanir sah sich die Sachen an, die der Händler anbot. "Habt ihr Goldsternnägel?", fragte Vanir den Händler. Der Händler suchte kurz in seinen Kisten und fand tatsächlich ein paar Goldsternnägel. "Hier", sagte er. Vanir handlete mit dem Händler einen guten Preis aus und kaufte sich 10 der Nägel. Eigentlich brauche ich so viele Nägel garnicht, aber weniger wollte er mir nicht verkaufen..., dachte er. "Ich glaube mehr brauche ich nicht", sagte Vanir und warf noch einen letzten Blick über die Waren. "Wartet!", sagte der Händler, "wie wäre es mit einem Ring oder Edelsteinen. Ich habe sogar einige verzauberte Waren." Vanir drehte sich um, sein Interesse war irgendwie geweckt. "Was für verzauberte Waren?", fragte er neugierig. "Verzauberte Bänder zum Beispiel", begann der Händler zu erzählen. Vanir sah sich die Bänder an und ließ sich bei allen Bändern erzählen, was sie konnten. Nach einiger Zeit entschied er sich für ein Band, welches angeblich die Treffgenauigkeit erhöhen sollte. Er verhandelte wieder mit dem Händler und einigte sich schließlich auf einen Preis. "Ich glaube mehr brauche ich nicht", sagte Vanir zu Lina, "brauchst du noch irgendwas?"
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Grenjo
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BeitragThema: Re: Abenteuer Band 4   Mo Okt 14, 2013 4:38 pm

"Da ich mein Frühstück ausgelassen habe...ja.", gab Grenjo zurück als er auf Rekhalâs zuging. Sein Begleiter hatte lange geschlafen und schien ausgeruht. "Entweder jagen wir uns etwas, wenn wir uns die Zeit nehmen wollen dazu. Oder wir nehmen ein wenig was von unserem Proviant, der Wirt hat mir ein wenig mitgegeben." Grenjo nahm kurz seinen Rucksack hoch und sah nach was er alles mithatte. Genug Proviant für die Reise nach Syramin war dabei, aber nicht genug um 2 Leute zu versorgen. Er legte den Rucksack wieder zu Boden und sah seinen Begleiter an. "Hier in der Gegend müsste es genug Wild geben, daher sollte die Jagd für uns kein Problem sein. Obwohl wir keine Schusswaffen dabei haben." Er beobachtete die Gegend, der Wald war ruhig. Sie müssten zwar zuerst noch ein wenig weitergehen um die Umgebung des Geruchs von dem Oger zu entgehen. Durch den Geruch sind die meisten Tiere die gut schmecken würden eher zurückgezogen, daher wäre es besser den Ort zu wechseln.
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The Gurdian
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BeitragThema: Re: Abenteuer Band 4   Di Okt 15, 2013 6:53 am

Rekhalâs schaute nach Westen in die Ferne. Dort am Ende der Straße musste Syramin liegen. Allerdings sollten sie sich zuerst noch etwas zum Essen besorgen. Wenn sie sich leise durch das Unterholz schleichen würden hätten sie eine gewisse Chance, sofern sie denn aus der Zone des Gestanks der Verwesung herauskamen, einen leckeren Happen abzugreifen. Der Gestank kam nur sehr langsam in ihre Richtung aber das stechen in der Nase leiß darauf schließen dass er schon da war. Rekhalâs schaute hinter sich auf das Lager und griff das Zeug das Grenjo noch nicht aufgehoben hatte und hielt es ihm entgegen. Er schaute seinem Begleiter zu der sich alles anlegte und rüstete mit den Dingen die er bei sich trug. Dann ging Rekhalâs Richtung Syramin weiter, abseits des Weges um ein Tier zu erspüren. Auf leisen Sohlen machte er sich mit seiner Blutspur auf die Suche nach etwas größerem. Er hatte lange geschlafen und war daher nicht sehr wählerisch was das Tier anging, da er auch relativ schnell nach Syramin wollte. Andererseits wenn sie es sich einfach gemütlich machten und etwas weniger gingen war er auch nicht böse. Böse war zwar ein relativer Ausdruck da die meisten ihn als böse abstempelten aber es kümmerte ihn kaum. Er versuchte mit seiner Blutspur etwas zu finden doch es gelang nicht. Es war kein Tier in der Nähe. Doch nach einigen Schritten hielt Rekhalâs an. Etwas kleines. Vielleicht die Größe eines Schweins oder ähnliches. Er ging in die Hocke und schlich langsamer vorwärts, bis er sich hinter einem umgeknickten Baum befand. "Vielleicht ein Schwein. Oder Ähnliche Größe", brummte er leise zu Grenjo den er hören konnte als er sich neben ihn hockte. Er schaute ihn an. "Mahlzeit."
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BeitragThema: Re: Abenteuer Band 4   Mi Okt 16, 2013 12:19 pm

Lina betrachtete das Säckchen mit dem Geld, das sie gerade bekommen hatte. Irgendwie hatte sie Lust darauf, sich etwas zu kaufen, allein schon deshalb, weil sie bisher nie irgendetwas teures besessen hatte. Der Händler hatte mehrere Kisten mit den einzelnen Waren und Lina stöberte ein bisschen darin herum. Allzuviel Geld wollte sie dann doch nicht ausgeben. Schließlich entschied sie sich für eine Halskette, die aus einem in Silber eingefassten und an einem Lederbändchen angeknüpften bersteinfarbenen Schmuckstein bestand und nahezu perfekt zu Linas Haarfarbe passte. Dann kaufte sie noch eine kleine Wolldecke und nahm sich vor, irgendwann mal Injas Namen darauf zu sticken. Bisher hatte die Hündin immer auf Ajax' Satteldecke geschlafen, was Lina für keine besonders gute Lösung hielt. Nachdem alle mit Einkaufen fertig waren, setzte der Händler seinen Weg durch das Gebirge fort.
Lina wandte sich an Vanir: "Wie wollen wir denn die nächsten Tage verbringen? Bis unser Fleisch geräuchert ist und bis du wieder gesund bist, wird es ja noch eine Zeit dauern. Hast du einen Vorschlag? Ansonsten würde ich vielleicht schauen, wie ich mich sonst auf dem Gutshof nützlich machen kann, während du dich auskurierst..." Obwohl ich die Zeit eigentlich lieber mit dir verbringen würde, fügte sie in Gedanken hinzu.


Die Pausen zwischen ihren Leseübungen mit dem Priester und den allgemeinen Gebetszeiten verbrachte Samera oft mit dem Novizen, der sie auch auf ihren "Einkaufsbummel" in die Stadt begleitet hatte. Er erzählte ihr viel über das Leben im Tempel und Samera hörte interessiert zu. Außerdem überlegten sie gemeinsam, wie Samera wohl am besten zu ihrer Mutter reisen könnte. Irgendwie graute ihr davor, so eine weite Reise anzutreten. Sie hatte zwar ihr ganzes Leben auf einem Schiff verbracht, aber sie war nie für die Planung zuständig gewesen, wenn es überhaupt eine gegeben hatte. Die Piraten waren eigentlich mehr einfach drauflos gefahren und hatten sich überraschen lassen, oder waren tagelang verschiedene Handelsrouten auf- und abgeschippert, um Handelsschiffe zu überfallen. Eine richtige Reise von einem bestimmten Punkt zu einem anderen hatte es nie gegeben, von daher war eine derartige Planung für Samera etwas vollkommen Neues. Nach einigen Überlegungen stand jedoch fest, dass sie versuchen musste, sich zunächst nach Sans Wolken durchzuschlagen, um von dort aus nach Jupay weiterzukommen. Also nahm sich Samera vor, an einem der nächsten Tage zum Hafen zu gehen und sich dort zu erkundigem, wann wieder ein Schiff in Richtung Sans Wolken aufbrechen würde.
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Grenjo
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BeitragThema: Re: Abenteuer Band 4   Mo Nov 04, 2013 9:05 am

"Müsste wohl ein Wildschwein sein, ich geh mal näher ran"...antwortete Grenjo leise. Ein einzelndes Wildschwein ganz allein hier im Wald... Es wunderte ihn ein wenig, normal sind solch Schweine zu zweit oder in einem kleineren Rudel unterwegs. Er schlich am umgecknickten Baum vorbei, suchte sich sträucher hintere denen er weiter geduckt gehen konnte. Dabei achtete Grenjo darauf nicht auf Äste zu treten die am Boden lagen, er musste ein freies Sichtfeld auf das Tier haben um es mit einem Wurfmesser zu erwischen. Er könnte es damit nicht töten, aber wenn er ein Bein treffen würde reichte es schon. Das Tier wäre langsam, es könnte nicht mehr angreifen geschweige den fliehen. Hinter einen Baum gut versteckt blieb er stehen und schaute rüber in die Richtung die Rekhalâs vorher gezeigt hatte, es stimmte dort stand ein Wildschwein. Es war nicht unbedingt groß, aber das Fleisch würde ganz leicht für sie beide reichen. Er nahm eines seiner Wurfmesser und wartete darauf das sich das Tier etwas seitlich drehte, es wäre so um einiges einfacher genau den Hinterlauf zu treffen. Grenjo blieb ruhig, er atmete flach damit das Tier nichts mitbekommt. Es war windstill, was ihm den Vorteil gab das die Wildsau zu spät erst den fremden Geruch, den er und Rekhalâs auströmten, war nahm. Plötzlich...ein leises rascheln links von Grenjo. Das Tier drehte den Kopf dorthin und blieb still stehen, es lauschte und suchte einen Geruch. Das war die Chance für Grenjo, er warf das Messer zielsicher und traf den Muskel im Hinterlauf genau fast genau mittig. Das Schwein schrie auf und stürzte zur Seite, in dem Moment stand Grenjo auf und ging auf das Tier zu. Es könnte nicht mehr fliehen und Angst vor dessen Hauern musste er auch nicht haben.

"Hey! Magier, was stehst du den nur so rum und schaust aufs Meer?" brüllte die Kapitänin Balsura. Ein aufbrausendes Wessen, schon als er auf das Schiff zuging hörte er ihre Stimme von oben ihre Männer antreiben. Ihr Schiff war ein 2Mast-Schoner, ein schönes Schiff. Der Hafenmeister wies Medoro an zu ihr zu gehen, ihr Schiff wäre das einzige was in nächster Zeit nach Tenshy fahren würde. Er wollte nicht warten bis zufällig ein Schiff wieder dorthin ablegen würde, daher hatte Medoro sich gleich auf die Suche gemacht. Die Überfahr wäre teuer gekommen, so wie er es sich gedacht hatte, aber da er Balsura auch gleich Jam-Münzen anbot ging sie etwas mit dem Preis runter. Diese konnte sie gleich im Hafen von Tenshy verwenden um einzukaufen, ohne zuerst etwas dort verkaufen zu müssen.  Als reisender Händler zwischen den Inseln hatte man es nicht einfach viel Medoro da ein. Jeder Verkäufer und Käufer in den verschiednen Häfen will einen über den Tisch ziehen und überall wo man nicht mit den für das Land passende Geld mit hatte wurde man fast schon grundsätzlich betrogen. Man musste gewieft sein wenn man so ein Leben führen wollte. Balsura stand jetzt neben ihm, er war wieder so in seinen Gedanken versunken das er nicht mitbekam das sie auf ihn zugegangen war. "Hey. Schläfst du oder bist du taub?" ,fragte sie nun direkt. "Keines von beiden...ich dachte nur darüber nach wie schwer es für euch sein muss als reisender Händler." "Pah..man muss nur wissen wie, dann kommt man überall an sein Geld und seine Ware. Und mit den richtigen Überzeugungsmittel auch meistens zum passenden Preis.", sie lächelte und zwinkerte ihm zu nebenbei legte sie eine Hand auf den Säbel der an ihrem Gürtel hing. Medoro verstand und nickte, die meisten Händler waren Männer. Als Frau die sich zu wehren wusste, aber auch ihren Charme ausnutzen konnte war es sicherlich einfacher gute Preise zu bekommen. "Die See ist schön ruhig heute, wenn ich das Meer höre und sehe kann ich am besten meine Gedanken ordnen und meinen Weg weiter planen. Daher stehe ich hier und starre aufs Meer hinaus. Wenn ihr noch eine Antwort auf eure Frage haben wollt.", gab Medoro für die zuerst gebrüllte Frage zur Antwort. Balsura nickte, "Kann ich verstehen Magier, das Meer ist der Grund warum ich hier auf meinem Schiff stehe. Nicht das Geld das ich vom Handel bekomme. Ich will einen Wellengang unter meinen Füßen haben und den salzigen Geruch in der Nase." Nun schien sie in Gedanken versunken zu sein, so standen sie beide eine Zeit lang an der Reling und sahen aufs Meer hinaus.
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