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 Abenteuer Band 4

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MCenderdragon
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BeitragThema: Re: Abenteuer Band 4   Di Aug 21, 2018 7:24 pm

Die Frauen waren noch nicht lange weg, als auch Acaell langsam müde wurde. Er hatte die Nacht zuvor nicht geschlafen er würde also keinerlei Probleme mit dem einschlafen haben. Langsam bewegte er sich durch das Wasser von den Sitzecke weg. Durch den Mond war gerade genug Licht vorhanden  um sich zu orientieren, es dauerte deshalb etwas länger bis Acaell wieder an dem Stein war, wo er seine Kleidung zum trocknen hingelegt hatte. Auf seinem Kopf war immer noch Asanas Handtuch, was glücklicherweise nicht nass geworden war. Er stieg aus dem Wasser hinaus, Kälte umfing ihn, es war irgendwie ein sehr vertrautes Gefühl. Er trocknete sich etwas ab, vor allem die Haare und band sich den schwarzen Stoff schließlich um die Hüften. Er fragte sich sogleich warum er das eigentlich getan hatte, zum einen war niemand in der nähe und zum anderen war es eh zu dunkel um viel zu erkennen. Die Hälfte seiner Kleidung war trocken geworden bei der anderen Hälfte war das Wasser gefroren. Er zog seine Unterwäsche wieder an. Sie war zwar vorher nicht nass gewesen, trotzdem war sie jetzt eiskalt und es schauderte Ell als es sie anzog. Da das Handtuch durch das Abtrocknen feucht war legte es mit auf den Stein. Er war immer noch leicht warm, aber daher das alles andere sehr kalt war hieß das vermutlich nicht viel. Acaell begann sich umzusehen in welchem Wasserloch der Drache abgeblieben war. Er meinte dass es ein relativ großer runder Teich gewesen sein muss. Ganz in der näher entdeckte er eine Dampfsäule, ringsherum konnte er nur Steine erkennen. Er lief in diese Richtung und ging um die Felsen herum und entdeckte einen Fast kreisrunden See. Er konnte Sulfoss nicht sehen, allerdings konnte er sein rhythmisches Atmen hören. Er ging auf dem Wasser näher an die Säule aus Dampf heran die selbst aus diese Nähe sehr dicht war. Im dunklen war es wesentlich schwieriger auf dem Wasser die Balance zu halten. Er war erstaunt wie warm das Wasser hier war. Zwar war ihm kalt aber das Wasser hier war definitiv wärmer als in dem anderen See. Vorsichtig ging er in den Dampf hinein, und entdeckte die gigantische Echse mittendrin. Der Dampf wurde vom Drachen verursacht, es Kochte zwar noch nicht aber anscheinend war der Drache heiß genug. Acaell wurde durch den Dampf um ihn herum langsam gewärmt und hörte auf zu zittern, ihm machte zwar die Kälte nicht viel aus trotzdem reagierte sein Körper den Temperaturen entsprechend. Vorsichtig fasste Acaell Sulfoss seitlich und zog die Hand sofort wider weg, das Tier war verdammt heiß! Er strich sich mit der Hand übers Gesicht, verbrannt hatte er sich nicht, dabei bemerkte er wie kalt seine Hand war. Vorsichtig fasste er nochmal an den Drachen und begann sich wider aufzuwärmen. Er wusste nicht genau wie der Drache vor ihm lag, den es war zu Dunkel und der Dampf zu dicht. Kurzerhand holte er Schwung und sprang auf den Drachen hinauf. Das atmen wurde unruhiger. Sulfoss hatte sich zum Schlafen in einem Kreis zusammen gerollt. Ell kletterte von seinem Rücken zum Kopf. Erstaunlicherweise war das Wasser hier erstaunlich flach, oder der Rest war verdampft. Er setzte sich hin und lehnte sich an den Hals des Tiers. Es war wirklich warm und weich. Es dauerte nicht lang und er war eingeschlafen.
Später wachte Sulfoss auf, weil irgendetwas die ganze Zeit an seinem Hals wackelte. Er drehte den Kopf und entdeckte den zitternden Acaell. Auch bei der Dunkelheit konnte die Echse den Alchemisten am Geruch erkennen. Sulfoss drehte sich ein-wenig und rollte sich neu zusammen. Ell war jetzt in der Mitte und komplett von Sulfoss verdeckt, da seine Flügel oben drüber waren. Acaell bekam davon nichts mit da er tief und fest schlief.
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Wugi
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BeitragThema: Re: Abenteuer Band 4   Sa Sep 08, 2018 1:34 am

Asana wurde am nächsten morgen durch den ersten Sonnenstrahl geweckt, langsam rekelte sie sich im Bett und sah sich verschlafen um. Sie lag immer noch mit dem Gesicht zur Wand und dem Rücken zu Shaya, so wie sie auch eingeschlafen war. Als sie sich aufrichten wollte merkte sie das Shaya sich wohl im Schlaf umgedreht und einen Arm um sie gelegt hatte. Asana kicherte leise und legte sich wieder, um neugierig zu warten bis Shaya aufwacht. Eine Weile später begann dann auch Shaya sich zu regen. Sie wirkte noch sehr verschlafen nach der relativ kurzen Nacht. Kurze Zeit später, als sie ihre Augen öffnete und auf  Asana blickte realisierte sie erst ihre Haltung. Augenblicklich zuckte Shaya zurück, was sich bei dem schmalen Bett als schlechte Idee erweisen sollte. Mit einem Krachen fiel sie samt Decke zu Boden. Shaya hatte genauso reagiert wie Asana es von ihr erwartet hatte und konnte ihr lachen nun nicht mehr zurückhalten. Asana richtete sich auf und sagte nebenbei scherzend: „Ah. Du bist wach … Schade es war wirklich gemütlich.“. Dann stieg sie über die verwirrt am Boden liegende Frau und ging zu dem Haufen mit ihrer Kleidung hinüber. Kurz darauf verschwand Asana im winzigen Badezimmer. Zurück im Raum war Shaya mittlerweile aufgestanden und hatte die Decken auf Bett geworfen. Sie sah demütig zu Asana sagte aber nichts. Asana ergriff das Wort: „Beil dich, du willst doch nicht zu spät zu deinem zweiten Arbeitstag kommen.“ und warf ihr die Klamotten zu die Shaya bereits auf dem Tisch zurechtgelegt hatte. Als sie ein paar Minuten später das Haus verließen hatte sie immer noch kein Wort gesagt. Kurz vor dem Marktplatz fragte Shaya vorsichtig: „Was hast du mit dem Tag vor?“. Asana musste kurz überlegen: „Mh … Keine Ahnung ich werd schon was finden … Triff mich doch in deiner Mittagspause bevor ich heute Abend abreise.“. Zögerlich stimmte Shaya zu: „Wo hin soll ich kommen“. Nochmal überlegte sie und antwortete: „Auf dem Friedhof!“. Shaya war von dem Vorschlag entsetzt, Widersprach aber nicht. „Na dann bis später.“ verabschiedete sich Asana. Shaya hob leicht die Hand und verschwand in der Seitengasse.

Asana schlenderte weiter über den Markt, kaufte sich etwas zum Frühstück und sah sich um. Die meisten Einwohner waren schon wach und gingen ihrem langweiligen Tageswerk nach. Auf dem Weg der Händlerstraße entlang lief ihr ein auffälliger Typ über den Weg, der sie sofort wieder erkannte. Er hatte einen Verband im Gesicht um ein paar Wunden an seiner Wange abzudecken. Als Asana ihn wiedererkannte verfinsterte sich ihr Blick. Es war der Mann der sie vor 2 Tagen in der Bar belästigt und dafür Prügel kassiert hatte. Er wirkte in ihrer Gegenwart verängstigt und als sie näher kam stammelte er irgendeine Entschuldigung zusammen. Asana schenkte ihm keine weitere Aufmerksamkeit und ging wortlos an ihm vorbei. War aber innerlich amüsiert über den verängstigten Mann.

Die meisten Geschäfte erregten bei ihr keinen Eindruck, da sie nur einfache Alltagsgegenstände und Handwerkswaren verkauften. Bei Auslage einen Steinmetzes blieb sie stehen und war fasziniert von einem Grabstein, oder eher dessen Aufschrift. Die Schriftzeichen waren ihr nicht Fremd allerdings definitv nicht in Esmutan geschrieben. Der Besitzer war nicht in der nähe, also hockte sich Asana vor den Stein und versuchte die Aufschrift zu entziffern. Es war etwas mühsam, aber schließlich hatte sie den Grabspruch übersetzt. Vermutlich war der verstorbene ein Priester, aber das war ihr eigentlich egal. Als sie eigentlich schon wieder gehen wollte kam der Steinmetz hinzu: „Das ist kein Ausstellungstück!“, begrüße er sie unhöflich. Asana erachtete das als normale Begrüßung, trat einen Stück zurück und antwortete: „Das eine Zeichen ist falsch, oder?“. „Was!“, reagierte er verärgert. Asana deutete auf eine Rune im Text und meinte: „Da fehlt ein Stück.“. Wortlos ging der stämmige Mann in den Laden und kam mit einem Zettel zurück, woraufhin er begann die Gravur genau zu prüfen. Kurze Zeit später musste er eingestehen: „Du hast Recht … sprichst du Aturnis?“. Asana sah nachdenkend: „Scheint so.“. „Wie jetzt, du musst doch wissen ob du eine Sprache kannst oder nicht!“ Asana zucke daraufhin einfach nur mit Schultern. Der Mann merkte wohl das weitere Fragen zu nichts führen würden und wechselte das Thema: „Für mich sieht das Gekritzel alles gleich aus, aber es kommen immer wieder Kunden mit Sonderwünschen. Gerade bei Grabsteinen geben sich die Leute traditionell.“. Während er den Stein zurück auf eine Werkbank hiefte fuhr er fort: „Der ist für irgendeinen ausländischen Priester der schon länger auf Angel Icelands lebt als ich denken kann. Ist letzten Monat irgendwo außerhalb der Stadt gestorben, hat ewig gedauert den zu finden.“. Asana war allerdings eher am Handwerk des Mannes interessiert, als an den Geschichten. Genau musterte sie seinen Umgang mit Hammer und Meißel. Als der Steimmetz seine Arbeit kurz unterbrach, berüherte Asana ein paar der Symbole auf dem Stein. Verwundert fragte er: „Was soll das jetzt schon wieder werden?“. „Irgendwie haben ein paar der Symbole eine seltsame Ausstrahlung. Als würden sie mehr bedeuten als ein bloßes Schriftzeichen.“, antwortete Asana abgelenkt. „Bist du betrunken oder sind wirklich alle Ausländer so seltsam?“, sprach der Mann während er ungläubig den Kopf schüttelte. Wütend und mit tödlichen Blick ging Asana auf den Mann zu und fluchte auf ihn ein. „Aurisch?!“, bemerkte der Mann erschrocken und zog sich ein Stück zurück. Scheinbar hatte sie wohl in einer anderen Sprache gesprochen als sonst. Kurz hielt sie verwirrt inne: „Was?“. Licht stotternd antwortete der Mann: „Ich hab es erst einmal gehört, aber du hast gerade Aurisch gesprochen, oder?“. „Ähm … keine Ahnung ….“. Der Mann stöhnte darauf hin etwas genervt. Langsam ging Asana wieder ein Stück zurück und der Mann setzte misstrauisch seine Arbeit fort. Durch die aurische Sprach misstrauisch geworden blickte er regelmäßig zu Asana um diese im Auge zu behalten. Diese begnügte sich allerdings wieder damit sein Handwerk zu beobachten, was den Mann scheinbar überraschte. Nach dem dieser die notwendigen Korrekturen abgeschlossen hatte fragte er: „Interessiert dich Bildhauerei, oder warum bist du immer noch hier?“. „Mh … kann man damit auch was nützlicheres Anfangen?“. In seiner Berufsehere gekränkt verdrehte der Mann die Augen und schimpfte: „Was willst du eigentlich? An meinem Handwerk gibt es nichts auszusetzen … Mit deiner Sammlung alter Göttersprachen wärst in nem Tempel besser Aufgehoben.“. Asana war kurz davor wieder ungehalten zu werden, als der Handwerker, der sich nun etwas abgeregt hatte noch ergänzte: „Ich hab noch ein Buch von meinem ehemaligen Ausbilder, der war auch irgendwie seltsam … “. Er griff in die hintere Reihe eines Regals, dass wohl schon seit Jahren nicht mehr angerühert wurde und zog ein Buch hervor. Es war dich mit Steinstaub bedeckt, der sich sogleich im Raum verbreitete. Asana musste husten, dem Handwerker hingegen schien der Staub nichts mehr auszumachen. Er drückte Asana das Buch in die Hand: „Vielleicht entspricht das mehr deinem Geschmack. Für mich klingt das zwar alles nach Aberglaube ...“. Asana wischte noch einmal über das Buch um den Titel entziffern zu können: „Bildhauerei und Runenmagie“. Interessiert schlug sie das Buch auf, und begann zu blättern. Die ersten Kapitel behandelten nüchtern die Grundlagen der Bildhauerei und Runenschrift und Materialien. Bei „Wirken von Zaubern mittels Runen“ begann sie zu lesen. Asana hatte sich mittlerweile auf die Fensterbank des Ladens gesetzt und lies sich vom Steinmetz nicht stören. Die wichtigsten Dinge waren wohl die richtigen Materialien und möglichst präzise gemeißelte Runen. Zu ersterem bot das Buch ausführliche Anleitungen zu Fundorten und Qualitätsbetimmung. Für Bildhauerei empfahl das Buch vor zusätzlich eine Ausbildung zum Handwerksmeister. Nach ein paar Stunden hatte sie das Buch überflogen. Sie sprang von der Fensterbank und sprach zum Handwerker, der inzwischen an einem anderen Auftrag arbeitete: „Kannst du mir die Bildhauerei beibringen?“. Dieser antwortete mürrisch: „Einmal das Komplettpaket, natürlich!“. Asana sah ihn einfach weiter stumm an. „Die Ausbildung dauert wenigstens 3 Jahre und ich hab keine Stelle für einen Lehrling.“. Genervt wandte sie sich ab, da bot der Mann ihr noch an: „Da ich nicht glaube das du einen Arbeit suchst … Du kannst bei mir einen Satz Werkzeuge kaufen, dann überlass ich dir auch das Buch. Den alten Schinken hab ich eh seit Jahren nicht mehr angerührt. Steine zum Üben kannst du dir ja selbst beschaffen.“ Asana kam sie zurück und ging zu einem Tresen.  Der Mann suchte einige kleine Meißel zusammen, die vorrangig für Inschriften oder filigranere Werke bestimmt waren, so wie einen kleinen Hammer. Alle Werkzeuge wirkten noch recht neu. Zur offensichtlichen Überraschung des Handwerkers zahlte Asana ohne zu Verhandeln den von ihm vorgeschlagenen Preis. Ergab ihr sogar noch eine kleine Ledertasche für die Werkzeuge, die sie an ihrem Gürtel befestigen konnte. Das Buch trug sie vorerst in der Hand mit sich. Sie verabschiedeten sich und Asana machte sich auf den Weg Richtung Friedhof.
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BeitragThema: Re: Abenteuer Band 4   Sa Sep 08, 2018 5:07 pm

Als Acaell erwachte, war es warm und trocken, eigentlich hätte er gerne weiter geschlafen, die Nacht war eindeutig zu kurz gewesen. Er öffnete langsam die Augen, er musste blinzeln den die Sonne schien direkt in sein Gesicht. Es war schon spät, nahe Mittag, Ell musste lange geschlafen haben. Er wunderte sich warum er nicht nass war. Als er eingeschlafen war, war hier noch alles mit Wasser bedeckt gewesen, doch jetzt waren sie auf trockenem Steinboden. Langsam stand Acaell auf, ihm tat alles weh und er hatte Muskelkater vom vorherigen Tag, anscheinend hatte er es mit dem Training übertrieben. Er bemerkte das der Drache auch wach war. Allerdings war sein Maul im Wasser und ließ Dampfwölkchen aufsteigen. Ell fragte sich ob Sulfoss für das Verschwinden des Wassers verantwortlich war. Das Tier bemerkte die Bewegung und drehte sich zu Ell um. Dieser stolperte immer noch schlaftrunken ihm entgegen um sich seitlich an seinen Kopf zu lehnen. Es war warm aber nicht heiß, er muss nur an der Kopfspitze so heiß sein, dass das Wasser verdampfte überlegte Ell, während er an der schuppigen Haut lehnte. Mit einem Sprung kletterte er über den Hals des Tieres drüber, damit er die Grotte verlassen konnte. Seine Kleidung müsste inzwischen trocken sein. Das Wasser war nur noch am Rand da und auch dort nur maximal Knietief. Der Alchemist watete hindurch und stellte überrascht fest, dass es wirklich heiß war. Schnell ging er hindurch und begann nach dem Felsen zu suchen auf dem er seine Kleidung hingelegt hatte. Da es hell war konnte er deutlich schneller den richtigen Ort finden. Als er den Stein sehen konnte stellte er erschrocken fest, dass dort jemand seine Sachen durchwühlte. Da er Acaell noch nicht bemerkt hatte, kam er möglichst leise näher damit die Person nicht flüchten konnte. Er war nur noch ungefähr zehn Meter entfernt als sich der Dieb plötzlich umdrehte. Es war ein Mann, noch relativ jung, allerdings konnte Ell es nicht genau erkennen, da er ein Tuch vor dem Mund trug. „Hey!!!“, schrie Acaell und der Mann zuckte erschrocken zusammen, er hatte vermutlich nicht damit gerechnet dass jemand hier sein würde. Schnell schnappte sich jener was er zu fassen bekam und begann zu rennen. Ell sprintete ebenfalls los. Sein Rucksack war noch da und auch sein Schwert, jedoch hatte er den Großteil seiner Kleidung mit genommen. Im laufen schnappte er sich sein Schwert und rannte weiter dem anderen hinterher. Er konnte schnell aufholen da der anderen nicht wirklich schnell laufen konnte, mit Gepäck und den dicken Sachen. Mit einem Ellbogenhieb in den Rücken brachte Acaell seinen Gegner zu Fall. Dieser ließ dabei die ganzen Sachen fallen. Im Hintergrund hörte man Sulfoss aufschreien, der Mann zuckte dabei erschrocken zusammen. Ell packte ihn am Kragen und hob ihn hoch, er war erstaunt wie leicht er war. Man konnte erneut den Drachen schreien hören. Mit einem dreckigen Grinsen sagte Acaell: „Ich glaube der Drache hat Hunger.“ Acaell sah belustigt wie panisch die Augen des Mannes hin und her zuckten. Plötzlich spürte Acaell einen schneidenden Schmerz in der Seite, er wurde mit Metall verstärkten Schuhen getreten, normalerweise hätte ihm das nicht viel ausgemacht, da er allerdings nichts an hatte, blutete jetzt die Wunde. Er ließ den anderen Fallen und ging ein Stück zurück. Der Dieb war auf seinen Beinen gelandet und versuchte irgend etwas aus seinem Mantel zu hohlen. Acaell holte mit dem Arm aus bevor, der Dieb irgendwas machen konnte und schlug ihm mit einer Windfaust direkt ins Gesicht, es knackte, Acaell hatte sich mindestens die Hand verstaucht, die gebündelte Luft hatte ihn allerdings vor schlimmeren bewahrt. Der Dieb kippte durch den Rückstoß nach hinten um und ließ dabei ein Messer fallen, was er aus dem Mantel geholt hatte. Schnell nahm Acaell das Messer und stach es wütend durch die Hand des Diebes in den Boden, dieser Schrie schrill und entsetzt auf. Er versuchte aufzustehen und sich zu bewegen, jedoch war er durch das Messer auf den Boden fest genagelt. Man konnte wider den Schrei des Drachen hören, diesmal allerdings lauter und deutlich Näher. „Ich bin hier drüben, Sulfoss!“, antwortete Acaell während er seine Kleidung anzog. Durch den Kampf war ihm bis jetzt noch nicht kalt gewesen jedoch wehte ein Wind der ihn langsam auskühlte. Seine normale Kleidung und die Polarhosen hatte er schon an, auch die Schuhe, nur der dicke Mantel fehlte noch, als Sulfoss neben ihm landete.
Als das gigantische Tier aufsetzte bebte der Boden und Ell hatte Probleme sein Gleichgewicht zu halten. Er hatte gerade den Mantel zu geknöpft, als der Dieb mit einem lauten Schrei begrüßt wurde. Sulfoss war dazu nahe an den Mann heran gestapft, sodass sein ätzender Speichel überall auf ihm verteilt wurde. Die Echse beäugte ihn misstrauisch, wahrscheinlich weil der Mann auf dem Boden lag und normalerweise weggelaufen wäre, wenn er denn gekonnt hätte. Der Dieb war inzwischen starr vor Angst und starrte nur absolut Entsetzt den Drachen mit großen Augen an. Es war offensichtlich das er, zurecht, Todesängste durchlitt. Acaell überlegte ob es wirklich gut war wenn der Drache den Dieb fressen würde, einerseits hätte er erst einmal keinen Hunger mehr, andererseits würde irgendjemand vermutlich diese Person vermissen. Er kam zu dem Schluss das er ja eh heute abreisen wollte und es ihm somit egal sein konnte ob jemand den Dieb vermisste oder nicht, außerdem wollte er beobachten ob Sulfoss ihn wirklich fraß oder ob er nur mit seiner Beute spielte. Der Dieb hatte sich aus seiner Starre gelöst und versuchte das Messer aus seiner Handfläche zu ziehen, zuckte jedoch immer wider mit schmerzverzerrtem Gesicht zusammen, sobald er das Messer bewegte. Sulfoss hatte inzwischen damit angefangen ihn abzulecken und somit noch mehr ätzenden Speichel auf dem Dieb zu verteilen. Acaell wurde aus seinen Gedanken gerissen, weil Sulfoss plötzlich laut aufgeheult hatte und zurück zuckte. Der Dieb ergriff die Gelegenheit und floh. Er hatte als der Drache wider seine Zunge über ihn drüber hat gleiten lassen, das Messer aus seiner Hand gezogen und damit der Echse in die Zunge geschnitten. Der Mann war noch nicht weit gekommen, als Sulfoss zu einem wütenden Angriff überging. Er konnte sich zwar an Land nicht schnell bewegen hatte aber allein durch seine Größe eine gewaltige Reichweite. Der Drache drehte sich um sich selbst und traf dabei den Rennenden mit seinem peitschenartigen Schwanz in den Rücken. Der Mann stolperte nach vorne und viel auf den Schneebedeckten Boden. Die Echse setzte dem Dieb mit wenigen Sprüngen nach, dieser hatte sich inzwischen schon fast wider aufgerichtet war jedoch noch nicht wider los gelaufen. Sufloss bäumte sich auf und atmete dabei Tief ein, nur auf den Hinterbeinen stehen und die Flügel in der Luft ausgebreitet ließ es sich leicht nach vorne kippen und spie dabei Schwefel Dampf auf seinen am Boden liegenden Angreifer. Die Wolke aus dichtem gelb-grünem Gas breitete sich aus und entzündete sich plötzlich zu einer blauen Stichflamme. Sulfoss spie währenddessen immer noch blau Flammen die die Stelle trafen wo zuvor den Dieb gelegen hatte. Mit einem mächtigen krachen kam der Drache wider auf dem Boden auf. Wäre Acaell näher dran gewesen, dann hätte er den Dieb gesehen der diesen Angriff knapp überlebt hatte. Seine Kleidung brannte an einigen stellen leicht, war vollkommen verkohlt und der Schnee ringsum war aufgeschmolzen oder verdampft. Der Drache, der immer noch sehr wütend war, packte das halbtote Knäuel und schleuderte es durch die Luft und ließ es wider zu Boden fallen. Da es dort bewegungslos liegen blieb packte er es erneut warf es in die Luft und schnappte zu, man konnte Blut in den Schnee spritzen sehen hörte allerdings nur das zerbrechen von Knochen. Als der Drache weiter auf seine Beute herumkaute tropfte Blut an seinem Maul herunter allerdings nicht viel. Es dauerte nicht lange und Sulfoss war mit seinem „Frühstück“ fertig und kam zurück getrottet. Er sah irgendwie immer noch unzufrieden aus, das könnte aber auch an dem Blut um sein Maul oder an dem Schnitt in seiner Zunge liegen. Das Tier stapfte an Acaell vorbei und auch dieser ging zurück um seine restlichen Sachen zu holen. Er fand der Rest seiner Ausrüstung auf dem Stein wider. Den Schwertgürtel band er wider um seine Hüfte und den Rucksack, der immer noch auf dem Stein lag, schulterte er. Sulfoss hatte sich wider in die Grotte zurück gezogen und lag mit offenem Maul da. Acaell nutze die Gelegenheit um sich die Wunde anzusehen. Sie war glücklicherweise nicht tief und die Zunge war drumherum angeschwollen sodass die Wunde nicht mehr bluten konnte, er vermutete allerdings, dass es äußerst schmerzhaft war. Acaell fragte sich kurz ob sich irgendjemand über dass Blut im Schnee oder die verbrannten Spuren wundern würde, beschloss allerdings, dass sie mit dem nächsten Schnee eh verschwunden wären und es somit egal war. Während Acaell darüber nachdachte hatte er angefangen den Kopf des Schwefel Drachens zu streicheln. Ihm viel wider ein das er noch gar nichts gegessen hatte und das er sich noch mit Bellamie treffen wollte. Er nahm sich eine Schüssel und etwas Brot aus seinem Rucksack. Er füllte das aufgeheizte Wasser der Grotte in die Schüssel und gab noch etwas Eipulver dazu. Das Brot verwendete er zum umrühren bis es sich zu einer einheitlichen Masse aufgedickt hatte und aß das ganze schließlich. Es war kein sonderlich gutes Frühstück, aber besser als gar nichts und es war immerhin nicht eiskalt. Er machte die Schüssel sauber und verstaute sie im Rucksack. Dann klopfte er Sulfoss auf die Flanken und rief: „Komm, wir müssen nochmal zu Bellamie“, und lief in Richtung der Schmiede davon. Er hörte wie sich das Tier aus dem Wasser erhebte, aufrichtete und hinter ihm her lief. Dann jedoch stieß es einen Schrei aus und flog über Acaell davon in Richtung der Schmiede. Er stieg relative hoch und ließ sich dann von den kalten Polarwinden tragen. Acaell der immer noch durch den Schnee stapfte fragte sich, wie Bellamie auf das Tier reagieren würde.
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